Pressearchiv:   Pressemitteilungen 2006



Rubbellose helfen wieder in Leverkusen

NRW-Stiftung gibt weiteres Geld
für die alte Schiffsbrücke an der Wuppermündung

Leverkusen: Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung wird dem Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e.V. einen weiteren Zuschuss in Höhe von 50.000 Euro für die Wiederherstellung der Schiffsbrücke in der alten Wuppermündung zur Verfügung stellen. Das beschloss jetzt (22.06.2006) der Vorstand der NRW-Stiftung unter Vorsitz von Staatsminister a.D. Franz-Josef Kniola.

Bereits vor sechs Jahren hatte die NRW-Stiftung dem Verein für die Restaurierung der drei Schiffe mit den Namen "Einigkeit", "Recht" und "Freiheit" 80.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die rund 95 Jahre alten Schiffe sollen nach der Restaurierung wie früher in der alten Wuppermündung zwischen Hittorf und Rheindorf durch eine Steganlage miteinander verbunden und als schwimmende Brücke genutzt werden können. Zwei der drei denkmalgeschützten Schiffe konnten bereits mit Hilfe der NRW-Stiftung restauriert werden, der Klipper "Einigkeit" soll jetzt mit Stiftungshilfe die nötigen Aufbauten erhalten. Im Zusammenhang mit den Fördermöglichkeiten der Regionale 2010 sieht der Verein die Möglichkeiten, die Schiffe als Brückenschlag in der alten Wuppermündung wieder zu installieren.

Der Wert dieses außerordentlichen Denkmals und das langjährige hohe Engagement der Vereinsmitglieder hätten den Vorstand der NRW-Stiftung von einer weiteren Förderung überzeugt, heißt es in einer Presse-Mitteilung der Nordrhein-Westfalen-Stiftung. Mit der Förderzusage seien zwar noch nicht alle zu erwartenden Kosten gedeckt, aber man hoffe mit dem Verein auf weitere Spenden für das schwimmende Denkmal.

Die Zusage für die Restaurierung der Schiffe gehört zu den rund 1.500 Maßnahmen, mit denen die NRW-Stiftung die Arbeit von Vereinen und Verbänden für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege unterstützt. In Leverkusen half die NRW-Stiftung in der Vergangenheit maßgeblich bei der Einrichtung des Museums Freudenthaler Sensenhammer in Schlehbusch und bei der Ausstattung des Naturgutes Ophoven. Das Geld für ihre Aufgaben erhält die Nordrhein-Westfalen-Stiftung hauptsächlich aus den Zweckerträgen der Rubbellos-Lotterie, außerdem aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins.



Teil des kulturellen Erbes im Rheinland und
Beispiel für den Wupper-Wandel:

Schiffsbrücke - Förderung in Sicht

Ziel ist die Wiedererrichtung des Denkmals im Rahmen der Regionale 2010

Der Beirat für das nordrhein-westfälische Landesprogramm "Initiative ergreifen" hat in seiner Maisitzung das Denkmalprojekt Schiffsbrücke Wuppermündung positiv beraten. Das Denkmalprojekt passt ausgezeichnet zu den Schwerpunkten "Kulturelles Erbe" und "Wupper-Wandel" der Regionale 2010, einem Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit "Initiative ergreifen" fördert das Land ungewöhnliche Bürgerprojekte, die vor allem die Lebensqualität in den Städten verbessern sollen.

Mit der konkreten Aussicht auf Wiedererrichtung der Schiffsbrücke bis spätestens 2010 sieht der Förderverein seine langjährigen Bemühungen um das Denkmal endlich von Erfolg gekrönt und das Ziel in erreichbarer Nähe. Zwar ist noch eine Menge Arbeit zu leisten und noch viel Geld zu sammeln, damit der Eigenanteil von 20 Prozent erreicht wird. Aber der Vorsitzende Karl Lange vom Förderverein ist zuversichtlich: "Ein Teil unserer bisherigen Arbeit wird uns als Eigenleistung angerechnet. Bei einem Gesamtvolumen von 700.000 bis 900.000 Euro reicht das aber nicht ganz aus. Der Verein muss noch mehr Mittel aufbringen - ein Risiko, das jedoch bewältigt werden kann. Wir haben aus der Bevölkerung viele positive Signale erhalten und wissen, dass die Bürger nur darauf warten, dass endlich losgelegt wird, damit sie sich einbringen können."

Der Beirat "Initiative ergreifen" bewertete die Ausrichtung und die Grundanlage des Projekts als sehr positiv: "Die Schiffsbrücke Wuppermündung ist ein technisches, denkmalpflegerisches und freizeitwirtschaftliches bzw. touristisches Unikat. Mit der Projektrealisierung gelänge nicht nur die Wiederherstellung eines technischen Denkmals, sondern eine attraktive Infrastruktur für die Bewohner der umgebenden Stadtteile und eine der infrastrukturellen Basisstationen in den Freiräumen an unterer Wupper und Rhein. Das Projekt kann (und muss) im Rahmen der Regionale 2010 verwirklicht werden." Der Beirat sah aber noch weiteren Klärungsbedarf und empfahl ein Gespräch zwischen dem Ministerium, der Agentur Regionale 2010, dem Projektträger - das heißt dem Förderverein - und der Stadt.

Dieses Gespräch hat inzwischen stattgefunden. Darin wurde nochmals betont, dass das zuständige Ministerium für Bauen und Verkehr dem Vorhaben positiv gegenüberstehe. Die Maßnahme sei kein isoliertes Projekt, sondern werde als regionales und kulturelles Erbe im Rahmen der Regionale 2010 gesehen. Daher werde das Land die Maßnahmen im Zeitfenster der Regionale fördern. Es seien dazu aber noch einige Voraussetzungen zu erfüllen, um dann den konkreten Zuwendungsantrag bis spätestens Ende dieses Jahres stellen zu können. Wenn auch die Stadt Leverkusen keine Mittel für dieses Projekt zur Verfügung stellen kann, so trägt sie dennoch als Antragsteller und Zuwendungsempfänger für das Projekt die Mitverantwortung. Eine Prüfung durch die Kommunalaufsicht ist daher erforderlich. Eine Vernetzung mit anderen Regionale-Projekten wurde ebenfalls empfohlen. An diesen "Hausaufgaben" arbeiten jetzt alle Beteiligten, insbesondere die Vorstandsmitglieder des Fördervereins Schiffsbrücke Wuppermündung.

Das Wort "Regionale" setzt sich zusammen aus "Region" und "Biennale". Es beschreibt ein Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das im Turnus von zwei Jahren einer jeweils ausgewählten Region die Möglichkeit bietet, sich selbst und anderen zu präsentieren. Dabei sollen die Qualitäten und Eigenheiten der Region herausgearbeitet werden, um Impulse für deren zukünftige Entwicklung zu geben. Im Jahr 2010 findet die Regionale in der Region Köln/Bonn statt, zu der Leverkusen ebenfalls gehört.

Ansprechpartner: Karl Lange, Telefon 0214 / 2 41 08