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85.500 Euro für Schiffssteganlage in Leverkusen-Rheindorf

LVR unterstützt die Kultur im Rheinland mit rund 3,5 Millionen Euro / Schiffsbrücke soll zu Kultur- und Freizeittreffpunkt werden

Köln. 11. Dezember 2008. Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) fördert die denkmalgeschützte Schiffssteganlage in Leverkusen-Rheindorf mit insgesamt 85.500 Euro. Dies hat der Landschaftsausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland in seiner heutigen Sitzung beschlossen.

Die Schiffssteganlage ist eine Brücke, die aus drei einzelnen Schiffen besteht, die durch einen Steg miteinander verbunden sind. Sie liegt in der alten Wuppermündung in Leverkusen-Rheindorf und ist die kürzeste und wichtigste Verkehrsverbindung zwischen den Rheinorten nördlich und südlich der Wupper. Nach der Zerstörung der Brücke im Zweiten Weltkrieg wurden die ehemaligen Brückenboote, die Pontons, durch drei Schiffe ersetzt. Seit den 1980er Jahren steht die Anlage unter Denkmalschutz. Mit der Förderung des LVR in Höhe von 85.500 Euro soll der Standort zu einem Kultur- und Freizeittreffpunkt, etwa als Veranstaltungsort für Lesungen und Kleinkunst werden. Auch die Geschichte der historischen Anlage sowie der Binnenschifffahrt soll durch Dauerausstellungen für die Besucherinnen und Besucher erlebbar gemacht werden. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 1.080.316 Euro.

Im Jahr 2008 fördert der LVR die Förderung von kulturellen Projekten im Rheinland mit einer Gesamtsumme von rund 3,5 Millionen Euro. Das Geld stammt aus den Mitteln der regionalen Kulturförderung.

  LVR 11.12.2008


"Schiffsbrücke Wuppermündung"

Ausflugsziel wird wieder hergestellt

2011 soll die über Leverkusen hinaus bekannte alte Schiffsbrücke in der Wuppermündung wieder vor Anker gehen.

Der Stadt Leverkusen und der "Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e.V." erhielten vom Land Nordrhein-Westfalen einen Zuwendungsbescheid über 574.000 Euro und einen zweiten Bescheid über 92.000 Euro. Damit geht für Freunde der alten Schiffsbrücke eine Wunsch in Erfüllung. Endlich konnten die Arbeiten vor Ort beginnen, denn die Schiffe liegen schon seit ein paar Jahren im Trockendock.

Einzigartiges Denkmal

Die schwimmende Brücke war über Jahrzehnte eine Institution in Leverkusen. 1920 war sie erstmals mit offenen Holzbooten installiert worden, später wurde sie mit eisernen Pontons aufgebaut. In den Jahren 1956 bis 1967 entstand das Ensemble mit den drei Schiffen "Einigkeit", "Recht" und "Freiheit". Bis 1992 wurde sie als beliebter Rastplatz mit Restauration auf einem Wander- und Radweg genutzt.

Nach ihrer Wiederherstellung soll die Schiffsbrücke in der Wuppermündung an mindestens 232 Tagen im Jahr geöffnet sein. Sie stellt nicht nur eine wichtige Verbindung zwischen den nördlichen Stadtteilen Hitdorf und Rheindorf mit dem Neuland-Park, der Dhünnaue und der Leverkusener City dar. Sie soll auch als touristisches Ausflugsziel zum Verweilen einladen. Werktags soll es auf dem Aalschokker einen Kioskbetrieb geben. Für Wochenenden ist Gastronomie vorgesehen. Außerdem ist vorgesehen, dass die Anlage künftig für Feiern gemietet werden kann.

Die Schiffsbrücke ist als letzte ihrer Art in Deutschland erhalten und gilt in ganz Westeuropa als einzigartig.

  Stadt Leverkusen 13.08.2008




Der Zeitplan ist ziemlich eng gesteckt

Förderverein Schiffsbrücke hat viel vor

In wenigen Wochen beginnen die Bauarbeiten für das neue Ensemble in der alten Wuppermündung.

VON HARTMUT ZITZEN

"Große Schiffsbrücken am Rhein gehören längst der Vergangenheit an. Lediglich die alte Schiffsbrücke in der ehemaligen Wuppermündung existiert noch - wenn auch derzeit nicht an Ort und Stelle. Sie ist in ihrer kulturhistorischen Bedeutung deshalb einzigartig in Deutschland und nach heutigem Kenntnisstand auch in Westeuropa." So würdigt die Agentur der "Regionale 2010" das Leverkusener Kleinod, das im kommenden Jahr wieder den Betrieb aufnehmen soll.

Jedenfalls probeweise - bis zur offiziellen Eröffnung im Frühjahr 2010. Karl Lange, Vorsitzender, und Gabriele Pelzer, Geschäftsführerin des Fördervereins "Schiffsbrücke Wuppermündung", stellten gestern vor der Presse den enggesteckten Zeitplan für das A-Projekt (höchste Förderungsstufe) der Regionale vor. Die kommenden zwölf Monate sind demnach gespickt mit Meilensteinen auf dem Weg zur endgültigen Inbetriebnahme des historischen Wupperübergangs. Und jeder Menge Arbeit.

Bis Ende Mai sollen die letzten genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen (Brandschutzkonzept, Statik etc.) geschaffen und erste Aufträge vergeben werden. Für Ende Juni / Anfang Juli ist die Beseitigung der alten Rampen geplant, und bis Ende des Jahres laufen parallel die Arbeiten an den drei Schiffen weiter. Zwei von ihnen - der Klipper "Einigkeit" und der Aalschokker "Recht" - befinden sich auf einer Duisburger Werft, währen die Tjalk "Freiheit" auf dem Gelände des Bayer-Lkw-Pförtners zwischengelagert ist.

Anfang 2009 soll die Baustelle an der alten Wuppermündung eingerichtet und vermessen werden, anschließend werden zwei Stahlrohre (Dalben) von einem Schwimmkran aus fünf Meter tief in den Untergrund gerammt, an denen dann die "Freiheit" und die "Recht" sowie ein Ponton vertäut werden. Die "Eingkeit" wird voll segeltauglich hergerichtet und künftig als "Jugendschiff" für Ausflüge auf dem Rhein dienen.

Rheinwasser

Neben den drei Kähnen gibt es aber auch noch andere "Baustellen". Strom wird das Ausflugsziel, das für private Feste und Betriebsfeiern sowie für Trauungen vermietet werden soll, voraussichtlich von einem Verteiler auf dem nahe gelegenen Bayer-Deponie-Gelände beziehen, Trinkwasser wird in einer eigenen Anlage aus Rheinwasser aufbereitet. Diese wird - zusammen mit dem Abwassertank und den sanitären Einrichtungen - im Ponton untergebracht. Um eine ungehinderte Erreichbarkeit zu gewährleisten, wird außerdem Mitte bis Ende nächsten Jahres der Uferweg, der Bestandteil des Regionale-2010-Projekts "Grüner Fächer" ist, zur Schiffsbrücke ausgebaut.

Alles in allem wird die Wiederherstellung der Schiffsbrücke über eine Million Euro kosten, von denen der Förderverein 20 Prozent beisteuern muss. Um den Eigenanteil aufzubringen, sammelt der Verein nicht nur Spenden, sondern verkauft auch "Schmuckaktien" mit Zeichnungen der drei Schiffe. Sie kosten - je nach Format - 25 bis 75 Euro.




Die Wupperschiffe kommen

VON MONIKA KLEIN

Leverkusen (RP)   Im Frühjahr 2009 soll die neue, alte Wupperschiff-Steganlage in Rheindorf wieder in Betrieb gehen. Dies berichteten gestern Vertreter des Fördervereins "Schiffsbrücke Wupperschiffe". Das Projekt kostet insgesamt eine Million Euro.

Die Wiedererrichtung der Schiffsbrücke an der Wuppermündung nimmt Formen an. Seit der Förderverein im November den "A-Stempel" der Regionale 2010 und damit Anrecht auf Fördermittel erhalten hat, wurde dort kräftig weiter geplant und gearbeitet. Inzwischen liegen zu den konkreten Plänen auch Brandschutzkonzept und ein kompletter Zeitplan vor. An dessen Ende steht die offizielle Eröffnung im Rahmen der Regionale im Frühjahr 2010. Dann möchte man schon mehr als ein Jahr Erfahrung mit dem Probebetrieb haben. 20 Prozent der geschätzten Bau- und Reparaturkosten in Höhe von einer guten Million Euro muss der Förderverein selbst aufbringen. Das ist die erste Baustelle, an der nun kräftig gearbeitet wird.

Baustart in einem Jahr

Auch planerische und handwerkliche Eigenleistung zählt als Eigenanteil, erklärt Vorsitzender Karl Lange. Bisher habe der Verein da schon rund 100 000 Euro eingebracht. Weil das nicht reicht, hat man sich Gedanken gemacht über diverse Finanzierungsaktionen wie frühzeitige Vermietung und durch den Verkauf von Schmuckaktien, die sich jeder Förderer an die Wand hängen kann.

Wenn alles nach Zeitplan läuft, beginnen die Bauarbeiten an der Wuppermündung in etwa einem Jahr. Zunächst müssen Uferfundamente gelegt und zwei Dalben fünf Meter tief in den Grund gerammt werden. Die sorgen für sicheren Halt der Schiffsbrücke, auch bei Hochwasserfluten. Dann wird der neue Ponton verankert, der zugleich die Versorgungseinheit ist. Daneben wird der Tjalk "Freiheit" und am Rheindorfer Rand der Aalschocker "Recht" befestigt. Dann kann die alles verbindende Brücke aufgelegt werden. Die Schiffe werden derzeit in einer Duisburger Werft mit tragenden Rahmenverstärkungen versehen und so auf ihre schwere Last vorbereitet.

Der Klipper "Einheit" hängt später lose am Versorgungsponton und soll später bis zu zehn Personen für Törns zur Verfügung stehen. Dazu soll er mit Kabinen versehen werden. Dieser Ausbau sei noch nicht in der aktuellen Kostenkalkulation enthalten, erklärt Gabriele Pelzer, die Geschäftsführerin des Fördervereins.

Der Tjalk, der eine variable Überdachung erhält, kann für Betriebsfeste und Feiern angemietet werden. Vielleicht könnten hier sogar Atmosphäre-Trauungen stattfinden, so Pelzer. Für Radfahrer und Wanderer bietet ein Kiosk auf dem Aalschocker kleine Erfrischungen. Der Versorgungs- und Rettungsweg soll von Wiesdorf direkt am Rhein verlaufen. Fußgänger und Radler bekommen einen durchgehenden Rheinuferweg. Das Problem der Stromversorgung scheint geklärt, für Wasser wolle man mit einer Umkehrosmoseanlage sorgen, so Lange. Parallel dazu werden schon praktische Ideen entwickelt wie das Angebot einer Fahrradrikscha oder Vernetzung mit anderen Ausflugszielen. Mehr Berichte unter: www.rp-online.de/Leverkusen



Lagezeichnung der geplanten Brücken-Anlage:
Der Klipper am Ponton soll fahrbereit bleiben.
ZEICHNUNG: REGIONALE / HEHMANN



INFO Schmuckaktien

Mit dem Kauf von Schmuckaktien kann man die Wiedererrichtung der Schiffsbrücke fördern. Für 25 Euro gibt es einen Druck von einem der drei Schiffe Einigkeit, Recht und Freiheit. 75 Euro kostet die Planungsskizze der kompletten Schiffsbrückenanlage. Meinolf Hehmann machte die Zeichnungen für alle vier Blätter, von denen jeweils 150 Stück aufgelegt wurden.
Verkaufsstellen: Villa Römer, Freudenthaler Sensenhammer, Rahmen Lang, alle Buchhandlungen Middelhauve und in Rheindorf Ahorn-Apotheke, Gaststätte Norhausen, Uhrmacher Firneburg.

  Mehr über die Schmuckaktien