Pressearchiv:   Presseberichte 2013


TOURISMUS IN LEVERKUSEN

Hinweis auf Schiffsbrücke möglich

Schilder an den Autobahnen rund um Leverkusen sollen Besucher in die Stadt locken und auf touristisch interessante Ziele aufmerksam machen. Nicht alle Sehenswürdigkeiten erfüllen bisher die Kriterien der Bezirksregierung.

Leverkusen. Dass auch Leverkusen touristisch interessante Ziele zu bieten hat, darauf sollten entsprechende braun-weiße Hinweisschilder an den Autobahnen aufmerksam machen, wünschte sich der Stadtrat in einem Beschluss im Sommer. Der Wunschzettel wurde an die dafür zuständige Kölner Bezirksregierung zur Prüfung weitergeleitet und deren Antwort ist inzwischen im Rathaus eingetroffen. Die von der Stadt vorgeschlagenen Ziele werden darin sehr unterschiedlich bewertet:

Schloss Morsbroich erfüllt nach Ansicht der Behörde bislang nicht die Kriterien für eine solche Sehenswürdigkeit. Dafür müssten die Skulpturensammlung und der Park aufgewertet werden. Einen entsprechend ablehnenden Bescheid hatte die Stadtverwaltung 2011 schon einmal erhalten; der Mühe einer neuerlichen Überprüfung unterzog man sich in Köln jetzt gar nicht erst. Nun soll der Eigenbetrieb Kulturstadt Lev die Antragsunterlagen noch einmal kurzfristig überarbeiten und nachbessern.

Die Schiffsbrücke an der Wuppermündung könnte es laut Bezirksregierung hingegen auf entsprechende Schilder schaffen, die an der A59 in beiden Fahrtrichtungen jeweils vor der Anschlussstelle Rheindorf aufgestellt werden könnten.

Historische Rheinfront Hitdorf könnte auf der A59 in Richtung Düsseldorf die Aufschrift eines Schildes vor dem Autobahnkreuz Monheim lauten. In der Gegenrichtung sei allerdings keine Beschilderung möglich, so das Ergebnis der Vorprüfung.

Das Naturgut Ophoven könnte aufgrund der bereits vorhandenen blauen Beschilderung auf der A3 nur in Fahrtrichtung Köln vor der Ausfahrt Opladen angezeigt werden.

Was davon nun verwirklicht wird, entscheidet im kommenden Vierteljahr ein Beratergremium unter Federführung des Landesbetriebs Straßenbau NRW. Bisher hat es aus Leverkusen nur der Chempark mit Hinweisschildern an der A3 zu der Ehre gebracht, Fernreisenden als Ziel vorgeschlagen zu werden. (ger)

   KStA vom 26.12.2013




SCHIFFSBRÜCKE

Eröffnung im Herbst geplant

Der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung will Kiosk und Café noch im Herbst eröffnen. Zunächst einmal müssen aber der Weg zum Denkmal von Wildwuchs befreit und die Brandschutzverordnung erfüllt werden.

Leverkusen. "Wir wollen Kiosk und Café noch im Herbst eröffnen", da ist Gabriele Pelzer vom Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung zuversichtlich. Die Geschäftsführerin lässt sich auch nicht von dem Hinweis beirren, dass es nun schon viele Verschiebungen gegeben hat. "Es wird der Herbst!" Um den Weg für die Radfahrer frei zu machen, ging der Verein am Dienstag gegen den Wildwuchs auf dem Weg zur Brücke vor.

Fördervereinsmitglied Wilfried Longerich schärft erst die Sense, die das Museum Freudenthaler Sensenhammer gespendet hat. Dann holt er weit aus und mäht das hoch gewachsene Springkraut und die Brennnesseln. Den Weg zum Denkmal auf der Rheindorfer Seite hatte Longerich schon zuvor mit der Sense freigemacht. "Die Brennnesseln waren so hoch und haben sich nach innen gebogen, so dass sich die Radfahrer die Hände verbrannt haben. Der Rettungsweg für die Feuerwehr war so versperrt", sagte das Vereinsmitglied. Auch der Wildwuchs direkt am Anleger muss mit Hilfe der Sense weichen. An der Stelle soll ein Platz für Fahrräder entstehen.

   KStA vom 09.10.2013




An der Schiffsbrücke:

Mit der Sense gegen Wildwuchs

Für alle, die in Kürze zur alten Wuppermündung gehen oder fahren und dazu die Schiffsbrücke nutzen wollen, machen die Ehrenamtler des Fördervereins den Weg mit der Sense frei. Mit Blick auf die Vorschriften im Landschaftsschutzgebiet geschieht dies - trotz schwungvollem Einsatz - behutsam. Die Aktion ist notwendig, denn der Zugang zum Denkmal, vor allem von der Rheindorfer Seite, ist durch mannshohes Springkraut versperrt. Den Radlern setzen auch die in den Weg ragenden Brennnesseln stark zu.

Vom Museum Freudenthaler Sensenhammer hat der Förderverein jetzt als Spende eine Sense mit Zubehör erhalten, die es ermöglicht, den Wildwuchs rechts und links des Zuweges zur Schiffsbrücke einzudämmen. Nur wenige können heute noch eine Sense schwingen.

Fördervereinsmitglied Wilfried Longerich kennt sich damit aus und testet das Gerät im Beisein von Wilhelm Matthies, dem Museumsleiter des Sensenhammers.

Diese kleine Aktion ist ein weiterer Schritt in Richtung Inbetriebnahme. Nachdem die erforderlichen Änderungen an der Steganlage vor kurzem von der Stadt genehmigt worden sind, ist jetzt der Förderverein am Zug: Zur Bauabnahme ist eine Brandschutzordnung vorzulegen. Diese wird zurzeit mit einem ehrenamtlichen Brandschutzbeauftragten erarbeitet, einem Mann vom Fach: Diplomingenieur der Sicherheitstechnik und Brandoberinspektor im Chempark. Noch im Oktober soll dann der Termin für die endgültige Bauabnahme mit der Stadt vereinbart werden. Die Inbetriebnahme von Café und Kiosk fällt dann zwar in die kalte Jahreszeit. Aber Spaziergänger und Radler werden sicher auch an Winterwochenenden gern auf der Schiffsbrücke einen heißen Tee oder Kaffee trinken.




FÖRDERVEREIN

Schiffsbrücke kurz vor Vollendung

Ende August soll die Bauabnahme der Brücke stattfinden, das Projekt dann vollendet sein. Hitze und Hochwasser hatten die letzten Arbeiten verzögert. Die größte Verzögerung entstand aber durch Vandalismusschäden.

Leverkusen. Der Wiederaufbau der denkmalgeschützten Schiffsbrücke an der alten Wuppermündung steht kurz vor seiner Vollendung. Zur Zeit finden noch Stahlbau- und Elektrotechnikarbeiten statt, die Bauabnahme soll Ende August stattfinden. Verzögert hatten sich die Baumaßnahmen aufgrund von Hochwasser und der großen Hitze in den vergangenen Wochen. "Wir können nur früh morgens und abends an der Brücke arbeiten. Tagsüber heizen sich die Oberflächen aus Stahl extrem auf. Unmöglich, sich dort aufzuhalten", erklärt Karl Lange, der Vorsitzende des Fördervereins Schiffsbrücke Wuppermündung.

Ehrenamtliche Helfer erarbeiten bis zur Bauabnahme durch Feuerwehr und Bauaufsicht einen Brandschutzplan. Dieser wird Brandschutzeinrichtungen wie Feuerlöscher und Fluchtwege enthalten. Bereits durch das Ordnungsamt und den medizinischen Dienst "abgesegnet" ist die Kleingastronomie auf der Schiffsbrücke, die gemeinsam mit dem Überweg eröffnet wird. Ursprünglich geplant war die Eröffnung für das Frühjahr 2013. Verzögert hat sich diese nicht zuletzt wegen mutwilliger Zerstörungen an der Brücke.

Dazu zählten mit Steinen eingeworfene Fenster, gestohlene Werkzeuge und beschädigte Elektrik. "Mittlerweile hat vor allem nachts immer jemand ein Auge auf die Brücke. Etwas schlimmeres als ein paar Angler ohne Angelschein ist seitdem auch nicht mehr vorgekommen", sagt Lange. "Wir hoffen, dass die Bauabnahme reibungslos verläuft und wir die Brücke noch im August eröffnen können." (ams)

   KStA vom 07.08.2013




SCHIFFSBRÜCKE AN DER WUPPERMÜNDUNG

Neuer Mast kommt aus Österreich

Von Jan Sting

Der in die Schiffsbrücke an der Wuppermündung integrierte Aalschocker hat einen weiteren Mast erhalten. Ausgestattet wird der Pfahl mit modernster Technik: Überwachungskameras sollen das Wasser und die umliegenden Uferbereiche filmen.

Kurz nach Weihnachten 2011 wurde in Österreich eine stattliche Lärche geschlagen. Der Stamm steht nun in Leverkusen wie ein Wahrzeichen als hoher Mast über den alten Booten am historischen Ort der Schiffsbrücke, für die sich der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung seit Jahren einsetzt.

Jürgen Müller, Schreiner und begeisterter Segler aus Düsseldorf, bearbeitete das Holz und gestern wurde der Mast auf der "Recht" aufgestellt. Der erste Mast steht bereits seit April.

Wie die Masten montiert und justiert werden, das ist wiederum eine Wissenschaft für sich, die sich der Förderverein Ende der 90er Jahre wohlweislich von einem der letzten Aalschockerkenner, einem Bootsbesitzer aus Neuss, erklären ließ. Der Stamm der schönen Lärche fußt in einen Mastkoken, quasi ein Christbaumständer der Luxusvariante.

Gekippt und gezogen wurde das Ganze gestern mittels einer Panzerwinde aus den Beständen der Bundeswehr.

[Der Mast des Aalschockers steht. Segel sollen aber an ihm nicht befestigt werden.]

Dafür gibt es aber Überwachungskameras, die an den Masten angebracht werden, um den Ponton, das Wasser und die umliegenden Uferbereiche zu filmen. Statt Aale gehen womöglich bald Unholde ins Netz. Auch Scheinwerfer sind angebracht.

Eröffnung im Juli

Damit wird die Notbeleuchtung des Stegs gewährleistet, Niedervoltlampen leuchten die Fluchtwege aus. Es geht voran auf der Schiffsbrücke, aber durch das wiederholte Hochwasser wurde der Förderverein in seiner Zeitplanung zurückgeworfen. Die endgültige Bauabnahme steht noch aus. Aber Karl Lange ist optimistisch, dass im Juli die geplante offizielle Inbetriebnahme der Schiffsbrücke über die Bühne gehen kann.

Die Tjalk soll, wie in der Vergangenheit, als Gesellschaftsraum und Bistro dienen, der Aalschokker als Kiosk, an dem Getränke und ein kleiner Imbiss eingenommen werden können.

Den gastronomischen Betrieb wird die gemeinnützige Schiffsbrücke GmbH übernehmen.

   KStA vom 19.06.2013




Zerstörungen an der Schiffsbrücke

Von Sarah Biere

Leverkusen (RP). Wenn Wilfried Longerich an die zerschlagenen Fensterscheiben an der Schiffsbrücke Wuppermündung denkt, steigt in ihm Wut auf: Diese richtet sich jedoch nicht nur gegen die Verursacher, sondern auch gegen die Stadt. "Das Denkmal liegt sehr abgelegen, an der Stelle müsste viel häufiger kontrolliert werden", schimpft Longerich, der unzählige Arbeitsstunden in das Projekt investiert hat. In der Nacht auf Dienstag hatten Vandalen mit Steinen auf die Schiffsbrücke geworfen und dabei Scheiben an der Tjalk "Freiheit" und am Aalschokker "Recht" zerstört.

Nach bisherigen Erkenntnissen haben die Randalierer mit einem Eisen und Steinen das Sicherheitsglas bearbeitet. Inzwischen haben Longerich und seine Mitstreiter die Glasscherben entfernt - "wir müssen ja weiterhin gefahrenlos in den Schiffen arbeiten". Auch die Geschäftsführerin des Fördervereins "Schiffsbrücke" Gabriele Pelzer ist entsetzt: "Das waren Leute, die eindeutig zu viel Energie und Zeit haben und offensichtlich die mühselige Arbeit anderer nicht zu schätzen wissen. Es ist schrecklich, aber wir dürfen uns von solchen Vorfällen nicht entmutigen lassen."

Trotz der Reparaturarbeiten gehe sie davon aus, dass die Schiffsbrücke wie geplant im Frühjahr eröffnen kann. "Wir sind gerade dabei, Angebote für die neuen Fenster einzuholen. Das Problem ist, dass es sich bei den Schiffsfenstern um aufwendige Sonderanfertigungen handelt", sagt Pelzer - die anfallenden Kosten seien nicht abzuschätzen. Es werde überlegt, auf widerstandsfähiges Plexiglas umzusteigen.

Um weiteren Schäden vorzubeugen, soll die Schiffsbrücke ab sofort durch eine mobile Sicherheitsanlage geschützt werden. "Die finale Sicherheitsanlage mit drei Videokameras wird gleichzeitig mit den Schiffsmasten installiert", erläutert Gabriele Pelzer.



Zerstörung an der Wupper-Schiffsbrücke:
Das große Fenster am Aalschokker wurde von Unbekannten eingeworfen.
Foto: Wilfried Longerich


   RP online vom 16.03.2013




Schiffsbrücke: Wetter verzögert das Finale

Von Ludmilla Hauser

Leverkusen. Sie hatten in diesem Monat mit allem fertig sein wollen, dann hat der Winter den Förderern der Schiffsbrücke über die Wupper die Planungen vermiest. Dennoch: Im Frühjahr wird eröffnet.

Aufs Wohlwollen von Petrus komme es an, sagt Gabriele Pelzer, Geschäftsführerin des Fördervereins Schiffsbrücke Wuppermündung. Und Petrus hat in den vergangenen Monaten wohl gar nicht gewollt. "Wir liegen mit unseren Planungen zwei Monate im Rückstand", sagt Pelzer.

Die Zwangspause sei dem Wetter geschuldet: "Erst gab es starken Frost, dann Schnee, dann Hochwasser, dann wieder Frost und Schnee und das Ganze seit Dezember." Das schreibt Pelzer auch auf der Internetseite des Vereins. Die Winterwitterung habe die Förderer daran gehindert, "die Arbeiten an der Steganlage zum Abschluss zu bringen. Trotzdem: Die Arbeiten sind bisher zügig vorangegangen", fügt sie an.

Davon können sich Spaziergänger überzeugen: Durchs Gitter am Eingang der Brücke lässt sich schon mehr als gut erahnen, wie sie denn fertig aussehen wird, die neue Schiffsbrücke über Klipper, Tjalk, Aalschocker. Die erste Schiffssteganlage über die Wupper gab es bereits 1920. Neun Jahre später baute Fährmann Heinrich Glees eine neue Steganlage, für die er Brückenzoll verlangen konnte: fünf Pfennig für Fußgänger, zehn für Radfahrer. Die Brücke wurde im Zweiten Weltkrieg gesprengt, 1946 wieder errichtet, in den 50ern abgetrieben und dadurch stark beschädigt. Glees schaffte Klipper, Tjalk und Aalschocker als Tragpfeiler für die Brücke an und nannte sie "Freiheit", "Recht" und "Einigkeit"...

Die Geschichte der Wuppermündungsbrücke ist von Beginn an bis in die 90er Jahre, als die Brückenschiffe angeblich nach Rotterdam verkauft waren, wechselvoll. Immer wieder gab es Rückschläge - auch für die Förderer der neuen Brücke. Die scheinen allesamt ein rheinisches Gemüt zu haben. Auch jetzt schaut Gabriele Pelzer nach vorn: "Ich denke, dass wir Ende Mai, Anfang Juni die Brücke eröffnen können." Davor liegen Testläufe, Besuche verschiedener Behörden zur Abnahme und die Hoffnung, dass die Temperaturen bald über fünf Grad liegen und der Rhein sich mit dem Hochwasser zurückhält.

"Wir müssen prüfen, ob die verlegten Leitungen im Zusammenspiel funktionieren. Das geht nur, wenn es hochwasser- und frostfrei ist", berichtet Pelzer. Neben Leitungen etwa für Strom und Heizung müsse auch der Trinkwassertank getestet werden, "und da bringt es ja nichts, wenn uns das im Tank gelieferte Trinkwasser gefriert", ergänzt die Geschäftsführerin.

Sind die Testläufe erfolgreich abgeschlossen - Pelzer rechnet damit Ende April, Anfang Mai - kommen Mitarbeiter vom Ordnungsamt, vom Gesundheitsamt und von der Feuerwehr zur Abnahme. "Und ganz am Schluss erfolgt dann die komplette Bauabnahme. Danach können wir endlich eröffnen. Ich schätze es wird Ende Mai, Anfang Juni soweit sein", sagt Pelzer.

Dann kann das große Projektschild auf dem "Festland" neben der Wuppermündung abgebaut werden, auf dem derzeit neben der Projektbeschreibung der Hinweis für Spaziergänger und Radfahrer angebracht ist: "Achtung! Übergang gesperrt - bis zur Bauabnahme."

   RP online vom 28.02.2013