Pressearchiv:   Presseberichte 2014

Rheinische Post vom 20.12.2014

24 Engel aus Leverkusen

Unermüdlich für die Schiffsbrücke






Vom 25. bis 28. Dezember geöffnet:

Spaziergang zur Schiffsbrücke lohnt

Wer nach üppigem Schlemmen an den Festtagen etwas Bewegung an der frischen Luft sucht, findet in Rheindorf ein lohnendes Ziel: Das Café auf der Schiffsbrücke in der alten Wuppermündung und die Tore sind sowohl am ersten als auch am zweiten Feiertag und am anschließenden Wochenende von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

Und hier noch der Hinweis auf ein Last-Minute-Geschenk: ein Gutschein fürs Einkehren und Genießen auf der Schiffsbrücke. Das erfreut sicher auch diejenigen, die ansonsten schon alles haben oder wunschlos glücklich sind. Bestellungen und Tischreservierungen nimmt Gisela Schindler von der Diakonie-Tochter neue arbeit Rhein-Wupper gGmbH entgegen -
Mobiltelefon: 01 57 / 77 20 82 12.



Foto: Wolfgang Fliegel (2012)




Herbstferienkurs für Kinder auf der Schiffsbrücke:

Schiff ahoi!
Oder: Wie kommt das Schiff in die Flasche?

Nachdem die Steganlage wieder störungsfrei in Betrieb ist, bietet der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung am 17. Oktober, das ist der letzte Ferientag, einen Kurs für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren in der Tjalk an: "Schiff ahoi! Oder: Wie kommt das Schiff in die Flasche?" Die Kinder basteln Buddelschiffe mit dem Künstler Jyrg Munter aus Düsseldorf von 10 bis 15 Uhr. Er bringt ihnen bei, wie sie solche Objekte jederzeit zu Hause selbst bauen und zum Beispiel als Geburtstags- oder Weihnachtsgabe verschenken können.

Jyrg Munter will Schülern grundlegende handwerkliche Fähigkeiten sowie den Umgang mit einfachen Werkzeugen und Materialien vermitteln. Sein Anliegen ist es, Kindern einen spielerisch-sinnlichen Ausgleich zum leistungsorientierten Schulalltag zu bieten.

Nach einigen Semestern Architektur an der ETH Zürich studierte Jyrg Munter "Freie Kunst" an der Kunstakademie Düsseldorf und ist Gründungsmitglied der Produzentengalerie "plan.d." in Flingern. Er betreut monatlich wechselnde Austellungen und unterrichtet Kinder wie Jugendliche in vielfältigen Projekten.

    Teilnehmerzahl: max. 20 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren
    ("große Kinder" - Opas und Omas eingeschlossen)

    Teilnahmegebühr einschl. Material, Imbiss und Erfrischungsgetränk: 15 Euro

    Anmeldung
    per Mail: gabriele.pelzer[at]gmx.de - oder per Telefon: 0173-2650769

    Die Anmeldung ist verbindlich, wenn die Teilnahmegebühr auf dem Konto des Fördervereins bei der Sparkasse Leverkusen eingegangen ist:

    Sparkasse Leverkusen
    IBAN DE29375514400100078021
    BIC WELADEDLLEV

    Anmeldeschluss: Freitag, 3. Oktober 2014

Leverkusen, 24. September 2014
Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e.V.
Gabriele Pelzer, Geschäftsführerin
Telefon 02133-9798271 oder mobil 0173-2650769




Großes Interesse an der Schiffsbrücke

Leverkusen. Wo man einen "Schiffsjungen" oder "Seemann" verspeisen kann? Auf der am Ostersonntag offiziell eröffneten Schiffsbrücke über den alten Wupperarm nahe dem Rhein. Das Bauwerk gilt als einzigartig in der Bundesrepublik.

Von Siegfried Grass

Zeitungsartikel, Prospekte, Internet - die vielen Informationen über die Wupper-Schiffsbrücke haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Da auch noch bestes Oster-Ausflugswetter herrschte, kamen die Interessierten in Scharen. Die meisten Neugierigen machten sich per Fahrrad auf zum neuen alten Leverkusener Treffpunkt, der neuen Schiffsbrücke an der alten Wuppermündung. So waren zeitweise mehrere Dutzend Zweiräder abgestellt, die Helfer in den Kombüsen der Tjalk "Freiheit" und des Aalschokkers "Recht" hatten alle Hände voll zu tun. Über den Steg zwischen Rheindorfer und Wiesdorfer Ufer ging es im Gänsemarsch.

Auf der Speisekarte stehen "Schiffsjunge" und "Seemann", entweder ein Würstchen oder eine Frikadelle. Aber auch Möhren- und Käsekuchen wurden angeboten und fanden reißenden Absatz. "Wir wollten zwar erst offiziell um zwölf Uhr unsere Restauration eröffnen", schildert Wolfgang Fliegel, zweiter Vorsitzender des Fördervereins, die letzten Vorbereitungen, "aber der erste Kaffee wurde schon um kurz nach zehn Uhr verkauft."

Tausende Besucher kamen

Insgesamt müssen es wohl Besucher der Zahl nach im vierstelligen Bereich gewesen sein, denen die virtuelle Vorankündigung in den verschiedenen Medien allein nicht ausreichend war. Sie wollten sich selbst einen Eindruck von den Mühen der Mitbürger machen, die in jahrelanger und unermüdlicher Arbeit dieses historische Kleinod in den Rheinauen wiederbelebten.

So fielen die ersten Kommentare durchweg anerkennend aus: "Toll, was hier geschaffen wurde." Und so mancher ältere Besucher konnte sich sogar noch erinnern, wie er als Kind mit den Eltern den Ausflug zur damaligen "echten" Wuppermündung unternahm.

Zwischen dem Ausflugslokal "Wacht am Rhein" in Wiesdorf und dem Kran-Café in Hitdorf gibt es nun einen Grund mehr für einen Ausflug zu Fuß oder per Fahrrad, um die schöne westliche Seite Leverkusens zu entdecken.

Derzeitiger Zustand der Schiffsbrücke bleibt Zwischenlösung

Trotz der vielen Mühen des Fördervereins bleibt der derzeitige Zustand der Schiffsbrücke eine Zwischenlösung. Wann das dritte Boot, die "Einigkeit", von der Duisburger Werft nach Leverkusen geschleppt werden kann und sich in das Ensemble einfügt, steht in den Sternen.

Vorsitzender Karl Lange weiß da noch keine endgültige Antwort. Wenn allerdings das Interesse wenigstens annähernd so anhält wie an den ersten beiden Tagen, dürfte das Motivation genug sein, auch den noch fehlenden Klipper zu holen.

   RP-online vom 22.04.2014 (mit Fotos)




SCHIFFSBRÜCKE WIESDORF/RHEINDORF

Eröffnung nach 17 Jahren Vorbereitung

17 Jahre haben die Vorbereitungen gedauert: Am Ostersonntag können Besucher nun endlich zum ersten Mal das Bauwerk zwischen Wiesdorf und Rheindorf betreten. Zwei Millionen Euro hat das Projekt gekostet.

Von Frank Weiffen

Wiesdorf/Rheindorf. Am Ostersonntag ist es soweit: Die Schiffsbrücke an der alten Wuppermündung zwischen Wiesdorf und Rheindorf wird eröffnet. Um 12 Uhr werden Mitglieder des Fördervereines die Tore zum Steg aufschließen. Und dann geht auch das Leben auf den drei Schiffs-Baukörpern los: im Bistro auf der Tjalk "Freiheit" (Rheindorfer Seite). Im Kiosk auf dem Aalschokker "Recht" (Mitte). Und auf dem Ponton (Wiesdorfer Seite), auf dem es neben Toiletten, Tanks und Technikräumen einige Plätze zum Draußen-Sitzen gibt.

Zwei Millionen Euro Kosten

Mehr als 17 Jahre dauerten die Vorbereitungen zu diesem Tag - gerechnet von den ersten Plänen zur Wiedereröffnung der bereits im 18. Jahrhundert urkundlich erwähnten Brücke an, die in den 1980er Jahren nach und nach zerfallen war.

Entsprechend euphorisch präsentierten sich jetzt bei einer Pressekonferenz die Verantwortlichen des "Brücken-Aufschwungs": Gabriele Pelzer als Geschäftsführerin des Fördervereins und dessen Vorsitzender Karl Lange sagten einmütig, wie froh sie seien, "aus diesem Projekt mit heiler Haut rausgekommen" zu sein. Einem Projekt, das bislang zwei Millionen Euro gekostet habe und noch nicht abgeschlossen sei. Denn: "Wir wollen auch den Klipper, der früher zur Brücke gehörte, wieder fahrtauglich machen und neben die derzeitigen Elemente legen", sagte Pelzer.

Bis zu acht Personen sollen am Tag rund um die Brücke arbeiten. Mit dabei sind Mitglieder des Fördervereines, Gisela Schindler und Thomas Klein vom das Bistro betreibenden Diakonischen Werk - und Menschen, die vom Diakonischen Werk aus im Rahmen eines so genannten Beschäftigungsförderungsprogramms wieder ins Arbeitsleben integriert werden. Vier Kameras sind so eingestellt, dass sie sich bei verdächtigen Aktivitäten automatisch einschalten und Bilder an einen Sicherheitsdienst übertragen.

An 365 Tagen im Jahr jeweils ab 10 Uhr ist die Brücke geöffnet. Bistro und Kiosk haben zwischen April und Oktober dienstags bis sonntags von 12 bis 20 Uhr und zwischen November und März samstags und sonntags von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

   KStA vom 16.04.2014




Zweitägiger Workshop an der Schiffsbrücke:

Rheinkiesel - Steinzeugen der Eiszeit?

Der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung bietet in den Osterferien auf der Steganlage den Workshop "Rheinkiesel - Steinzeugen aus der Eiszeit?" für Kinder ab 12 Jahren und deren Eltern an. Es handelt sich um eine zweitägige Veranstaltung mit dem Biologen Dr. Georg Waldmann, die am 23. und 24. April 2014 stattfindet, jeweils von 10 bis 15 Uhr mit einer einstündigen Mittagspause.

Am ersten Tag vormittags gibt es eine theoretische Einführung in Gesteins- und Geschiebekunde, nachmittags Ausführungen zur Eiszeitgeschichte. Am zweiten Tag vormittags geht es ins Gelände am Rheinstrand zum Steinesammeln. Nach der Mittagspause werden in der Tjalk die Fundstücke besprochen. Die Teilnehmenden lernen etwas zu Fossilien, Vulkan- und Schichtgesteinen sowie anderen Gesteinsgruppen, woher sie stammen, wie alt sie sind und auf welche Weise sie an den Fundort geraten sind.

Mindestteilnehmerzahl: 10 Erwachsene, max. 20 Personen
Teilnehmergebühr einschl. Erfrischungen: 80 Euro für Erwachsene, 20 Euro für Kinder
Anmeldung per Mail: gabriele.pelzer[at]gmx.de oder Telefon: 0173 / 2 65 07 69
Anmeldeschluss: Dienstag, 22. April 2014

Leverkusen, 16. April 2014
Förderverein Schiffsbrücke




Das Angebot von Café und Kiosk auf der Schiffsbrücke:

Klein, aber fein

Café und Kiosk auf der Schiffsbrücke werden von der "neuen arbeit Rhein-Wupper gGmbh" im Rahmen eines Beschäftigungs- und Integrationsprojektes betrieben. Menschen, die wegen ihres Alters, einer Behinderung oder Krankheit nur schwer einen Arbeitsplatz finden, können hier dauerhaft beschäftigt werden oder ein Praktikum absolvieren. Die auf Verbinden und Zusammenführen angelegte und sozial ausgerichtete Brücken-Philosophie des Projektes soll diesen Menschen einen Zugang zum Arbeitsmarkt erschließen.

Die neue arbeit Rhein-Wupper gGmbH gehört zum Diakonischen Werk Leverkusen. An die Tradition christlicher Werte anknüpfend, fördert sie ganz bewusst Menschen mit Vermittlungshemmnissen. Verknüpft mit dem wirtschaftlichen Betrieb von Kiosk und Café soll sichergestellt werden, dass dieses Denkmal und die damit verbundenen Arbeitsplätze langfristig eigenständig erhalten bleiben.

Angeboten werden im Café unter anderem regionale Bio-Produkte wie der "Schiffsjunge" (Würstchen mit Brot) oder der "Seemann" (Frikadelle mit Brot). Mit der "Gartenliebe" (vegetarische Frikadelle mit Brot) kommen auch Vegetarier auf ihre Kosten. Natürlich werden auch verschiedene saisonale Kuchen offeriert. Die Getränkekarte zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus: zum Beispiel Apfel-Cider und Kvass Russian Soda. Das Mineralwaser wird von "Viva con aqua" geliefert, ein Unternehmen, dass weltweit Brunnenprojekte unterstützt. Im Kiosk wie im Café sind neben Kaltgetränken verschiedene Kaffeespezialitäten sowie Bier und Wein im Verkauf.

Kleinigkeiten für zwischendurch sind im Kiosk erhältlich, hier gibt es spezielle Sesamriegel, Nusskekse oder auch vegane Bio-Bärchen.

Da sich die Schiffsbrücke im Landschaftsschutzgebiet befindet, ist der Lebensmitteltransport natürlich aufwändiger als mitten in der Stadt, deshalb ist das Angebot der Speisen und Getränke klein, aber fein.

Öffnungszeiten Café und Kiosk
April bis Oktober: dienstags bis sonntags 12.00 bis 20.00 Uhr
November bis März: samstags und sonntags 12.00 bis 16.00 Uhr
Der Steg ist täglich bereits ab 10.00 Uhr geöffnet.

Leverkusen, 16. April 2014
Förderverein Schiffsbrücke
neue arbeit Rhein-Wupper gGmbH




Schiffsbrücke mit Café und Kiosk:

Betrieb startet Ostersonntag

"Selbst ein Weg von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt", dieses chinesische Sprichwort könnte den engagierten Ehrenamtlichen mitgegeben worden sein, als sie sich vor knapp 20 Jahren daran machten, die Schiffsbrücke in der alten Wuppermündung wiederzuerrichten. Nicht zu zählen sind die Schritte, die zu gehen waren. Aber: nach vielen Mühen, tausenden von Arbeitsstunden, nach einer Reihe von genommenen bürokratischen und finanziellen Hürden nehmen die Leute von der Schiffsbrücke ihr Denkmal mit Café und Kiosk am Ostersonntag in Betrieb.

Arbeitslos werden sie dann jedoch nicht. Die Technik instandzuhalten, die Wartung und Pflege der Anlage, die Energieversorgung, das ist weiterhin Aufgabe des Fördervereins. Zurzeit beobachten und prüfen die Mitglieder, ob alles, was eingebaut und angeschlossen worden ist, auch im Dauerbetrieb einwandfrei funktioniert - vor allem bei gleichzeitigem Nutzen aller Geräte. Ohne Strom kein Kaffee, keine heißen Würstchen, aber auch keine Kühlung.

Zudem ist der Förderverein künftig verantwortlich für den Einsatz der ehrenamtlichen Helfer und Mitglieder sowie für das Erstellen, Organisieren und Koordinieren eines Kulturprogramms, für die Vermietung des Gastraums auf der Tjalk sowie für das Entwickeln der Schiffsbrücke als Bildungsstätte und außerschulischem Lernort.

Für den Gastrobetrieb haben sich die Schiffsfreunde einen gestandenen Kooperationspartner in die Boote geholt: das Diakonische Werk Leverkusen. Deren hundertprozentige Tochter "neue arbeit Rhein-Wupper gGmbH" wird das Café und den Kiosk betreiben, den Personaleinsatz koordinieren und das Catering bei Veranstaltungen übernehmen. Über diese Aufgaben hat der Förderverein mit der neuen arbeit Rhein-Wupper inzwischen einen Geschäftsbesorgungsvertrag geschlossen. Es soll - möglichst noch in diesem Jahr - eine gemeinnützige Betreibergesellschaft Schiffsbrücke gegründet werden, eine Vorgabe vom Land im Zusammenhang mit der Förderung des Projekts.

Ein weiteres Kapitel der Wiedererrichtung ist noch zu bewältigen: der dritte Bauabschnitt. Das betrifft die Fertigstellung des Klippers "Einigkeit", der auf dem Duisburger Werftgelände noch auf seinen Auf- und Ausbau wartet. Zurzeit erarbeitet der Förderverein dafür ein Betriebskonzept, um weitere Gelder einzuwerben. Also: Die Arbeit geht den Brückenbauern so schnell nicht aus.

Jetzt sollen aber erst einmal die Gäste kommen, das Ambiente genießen und in der Tjalk "Freiheit" einkehren. Darauf freuen sich alle Beteiligten und auf die erste Tasse Kaffee.

Leverkusen, 16. April 2014
Förderverein Schiffsbrücke




SCHIFFSBRÜCKE

Fünfter Termin für die Eröffnung

Die Liste der Termine zur Inbetriebnahme der Schiffsbrücke in der alten Wuppermündung ist lang, doch eine Ende der Hängepartie ist wohl in Sicht. Ostersonntag soll es soweit sein, lautet die Planung. Doch eine Genehmigung fehlt noch.

Von Ralf Krieger

Wiesdorf/Opladen. Die Liste der Termine zur Inbetriebnahme der Schiffsbrücke in der alten Wuppermündung ist lang, doch ein Ende der Hängepartie ist nun wohl in Sicht: Ostersonntag, so die aktuelle Planung, soll es soweit sein.

Gutes Wetter vorausgesetzt, könnte es dann sehr voll werden am Rheinufer zwischen Wiesdorf und Rheindorf, wenn erstmals seit Anfang der 90er-Jahre, das sind fast 25 Jahre, wieder ein Eis oder ein Bierchen auf den schwankenden Stegen über der alten Wuppermündung genossen werden können. Getränke und Eis soll es am Kiosk geben. In Zusammenarbeit mit einer Lehr-Firma der Diakonie wollen die Mitglieder des Fördervereins, der seit 1995 besteht, auf ein paar Sitzplätzen Gäste bewirten: mit Bio-Lebensmitteln.

Bisherige Eröffnungstermine waren immer wieder verschoben worden. Ursprünglich plante der Verein, die Schiffe schon 2009 in die Mündung zu legen. Der Termin zerschlug sich schnell. Frühjahr 2010, Juni 2011, August 2013, schließlich Herbst 2013, nun soll es also Ostern werden. "Es sieht gut aus", sagt die Geschäftsführerin Gabriele Pelzer, "die Bauabnahme ist durch, das war die letzte große Hürde." Schon im vergangenen Herbst sollte die Baubehörde damit durch sein, aber es war noch längst nicht alles fertig. Probleme mit der komplizierten Elektrik verzögerten die Inbetriebnahme.

Ein Generator, den ein Gasmotor antreibt, harmonierte nicht gut mit der Batterie, die er aufladen soll. Die Technik haben die Schiffsfreunde offenbar inzwischen im Griff. Auch jetzt schon können Radfahrer und Fußgänger den Überweg über die alte Mündung der Wupper nehmen - inoffiziell, sofern man Glück hat und irgendeiner der ehrenamtlichen Bastler, Handwerker oder Vereinsmitglieder an den Kähnen beschäftigt ist, sonst bleiben die Türen zum Steg geschlossen. Tag und Nacht wird die Schiffsbrücke weiterhin nicht nutzbar sein, die Gefahr für die Schiffe durch Randale und Vandalismus ist trotz Videoaufzeichnung zu groß. Schon vor einem Jahr wurden die Schiffe beschädigt. Obwohl die alte Wuppermündung im Naturschutzgebiet liegt, gleicht die Umgebung im Sommer nachts oft einem Zeltplatz mit Lagerfeuer und Müllhalde.

Die Probleme mit den Genehmigungen sind also erledigt, nur ein Behördenpapier fehlt noch laut Gabriele Pelzer: Das Trinkwasser, das in einem Tank zum Händewaschen vorgehalten wird, müsse noch auf Keime untersucht werden. Jeder hofft also, dass nun nicht doch noch ein fieses Bakterium die Eröffnung zum sechsten Mal verschiebt.

   KStA vom 14.03.2014




Bundesverdienstkreuze für Schiffsbrücke in Wuppermündung

Leverkusen. Zum Saisonstart am Beginn der Osterferien soll es endlich so weit sein. Die Schiffsbrücke in der Wuppermündung geht in Betrieb - nach jahrelanger Vorbereitung, vielen Mühen und manchen Problemen, die es zunächst auszuräumen galt.

Von Monika Klein

"Das alleine wäre schon diese Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz wert", sagte Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn am Montag im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich. Dort überreichte er die Ehrung im Namen des Bundespräsidenten Joachim Gauck gleich im Doppelpack an Gabriele Pelzer und Karl Lange.

Beide haben viele Arbeitsstunden in den Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung investiert und erhebliche Finanzmittel zur Instandsetzung der historischen Schiffe akquiriert. Aber beide haben sich auch darüber hinaus für das Gemeinwohl eingesetzt. Gabriele Pelzer ist seit 1985 Mitglied der Stadtgeschichtlichen Vereinigung, dessen Vorsitz sie vor acht Jahren übernahm. Sie organisierte unter anderem die Ausstellung zum 75. Stadtjubiläum und gab das dazu von ihr verfasste Buch "Alles im Fluss" heraus. Sie ist Mitbegründerin des Arbeitskreises, der 2012 in der Villa Römer das "Haus der Stadtgeschichte" eröffnen konnte, kümmert sich dort um die Exponate, Öffentlichkeitsarbeit, Betriebskonzept, Wirtschaftsplan und Sponsoren.

"Ohne Ihre Arbeit gäbe es dieses Heimatmuseum nicht", vermutete Buchhorn. Karl Lange war neben seiner tatkräftigen Mitarbeit an der Schiffsbrücke ein "sehr aktiver Lokalpolitiker", so der OB. Seit 1992 ist er CDU-Mitglied, war von 1997 bis 2003 Vorsitzender des Ortsverbandes Leverkusen-Rheindorf und gehörte von 1995 bis 2004 dem Rat der Stadt an. Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden sowie der Bau- und Planungsausschuss hätten von seinem enormen Sachverstand profitiert.

Beide Bundesverdienstkreuzträger freuten sich über die Wertschätzung, machten aber in ihren Dankesworten deutlich, dass sie die Auszeichnung nicht alleine verdient hätten. Gabriele Pelzer sprach symbolisch von einer starken Crew, die bei Sturm und Gegenwind dafür gesorgt habe, dass man das Ziel erreicht habe. Eine "Schicksalsgemeinschaft", die gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen sei, immer mit viel Herzblut. Auch Karl Lange nannte weitere Namen wichtiger Mithelfer. "Liebe Freunde, ohne Euch wäre es nicht möglich gewesen, die Schiffsbrücke wiederzueröffnen", sprach er jene an, die zur Verleihung ins Schloss gekommen waren. Die meistgestellten Fragen seien: 1. Wann ist sie endlich fertig? 2. Würdest Du das noch mal machen? Diese Frage sei falsch gestellt, so Lange, denn "meine Restlebenszeit macht die Antwort überflüssig."

Zwei Jahrzehnte hat die Verwirklichung gedauert, wenn die Schiffsbrücke 2014 in Betrieb geht. Die beiden Geehrten nutzten die Gelegenheit und übergaben Buchhorn direkt ihre Überlegungen, wo Schilder mit einem Hinweis auf die Schiffsbrücke aufgestellt werden sollten. Angestrebt ist auch eine touristische Landmarke an der Autobahn.

   RP-online vom 28.01.2014