Pressearchiv:   Presseberichte / Pressemitteilungen 2016


Sturmschaden beseitigt:

Schiffsbrücke wieder geöffnet

Durch unbürokratische und schnelle Hilfe wurde der Sturmschaden an der Schiffsbrücke noch in dieser Woche beseitigt. Der große Ast einer Weide war bei Sturmböen abgebrochen und auf den Steg der Anlage gefallen. Weitere Zerstörung drohte. Aus Sicherheitsgründen blieb daher am vergangenen Wochenende die Schiffsbrücke geschlossen. Auch die geplante Krimilesung konnte nicht stattfinden; sie wird am 28. Januar 2017 nachgeholt.

Der Förderverein ist für die kurzfristige fachmännische Unterstützung sehr dankbar, vor allem, weil der Verein nicht über die erforderlichen technischen Geräte für solch eine Notaktion verfügt. Jetzt hoffen die Mitglieder auf eine störungs- und hochwasserfreie Winterzeit; denn die Schiffsbrücke ist ganzjährig auf Gäste angewiesen, hat also weiterhin samstags, sonn- und feiertags ab 10 Uhr geöffnet - Ausnahmen: Weihnachten und Neujahr. Im Winter wird die Brücke allerdings bereits gegen 16 Uhr geschlossen.

Die nächste Veranstaltung "Liebe in Text und Musik" mit Gitta Koch und Michael Hage findet am Donnerstag, 8. Dezember 2016, um 19 Uhr auf der Schiffsbrücke statt - ein Abend nicht nur für Frauen! Zum Thema "Liebe" trägt Gitta Koch Prosa-Texte und Gedichte mit großer Bandbreite vor, wobei klassische Autoren genauso vertreten sind wie moderne. Beispielhaft sind zu nennen: Kurt Schwitters, Erich Fried, Chrostoph Meckel, Ringelnatz, Kästner, Erika Pluhar, Giovanni Boccacio und viele, vele mehr. Michael Hage hat eine Reihe von Songs zusammengestellt, die auch immer etwas mit Liebe zu tun haben - mal vordergründig, mal nur "hintenherum". Vertreten sind Lieder von Gilbert Becaud, Lyle Lovett, James Taylor, ob Dylan, Stoppok und einigen anderen.

Die Teilnahmegebühr beträgt acht Euro pro Person.
Anmeldung unter 01 73 / 2 65 07 69
oder per Mail erbeten an: gabriele.pelzer@gmx.de




Diese Veranstaltung wird auf den 28. Januar 2017 verschoben.
Am 19. November, ab 17 Uhr auf der Schiffsbrücke:

Tatort Fußballstadion - Mord in der Nordkurve

Krimilesung mit Andreas Schnurbusch

An einem Sommertag in Köln nähern sich die Temperaturen der 40°C-Marke. Ausgerechnet an diesem heißen Tag findet das Spiel 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf statt. Kurz nach dem Anpfiff brechen acht Düsseldorf-Fans - von Krämpfen und Schmerzen geplagt - zusammen. Während sich die angeforderten Rettungskräfte noch einen Weg durch die Menschenmassen bahnen und von typischen Hitzeopfern ausgehen, kommt für die ersten Fans jede Hilfe zu spät. Fisch und Kid von der Mordkommission Köln tappen zunächst völlig im Dunkeln.

"Mord in der Nordkurve" ist das dritte Buch des Autors, dessen viertes Ende November erscheint. Andreas Schnurbusch wurde 1960 in Herzberg am Harz geboren, ließ sich nach dem Abitur zum Schutzpolizisten ausbilden und arbeitete bis 1986 im Streifendienst der Kölner Polizei. Nach Fachhochschulstudium mit Schwerpunkt Kriminalistik und Kriminologie wechselte er zur Kriminalpolizei, arbeitete zehn Jahre als Rauschgiftfahnder und sporadisch in Mordkommissionen. Zurzeit ist er im Polizeipräsidium Köln für die Analyse und Auswertung der allgemeinen Kriminalität zuständig.



Die Teilnahmegebühr für die Lesung beträgt 8 Euro pro Person.
Mindestteilnehmerzahl: 12.
Die Anmeldungen nimmt der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung unter 0173 / 2 65 07 69 entgegen oder per Mail unter gabriele.pelzer@gmx.de.

Es wird empfohlen, für die bessere Sicht auf dem Weg zur Schiffsbrücke eine Taschenlampe mitzunehmen.

Vorankündigung einer weiteren Veranstaltung auf der Schiffsbrücke:

"Liebe in Text und Musik" am 8. Dezember 2016, 19 Uhr.
Gitta Koch (Prosatexte) und Michael Hage (Lieder zur Gitarre) gestalten einen besonderen Abend - nicht nur für Frauen.

Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e.V.
Gabriele Pelzer, Geschäftsführerin




Abschied vom Sommer an und auf der Schiffsbrücke

Herbstzauber mit Feuer, Jazz und Kürbis

Samstag, 22. Oktober 2016, von 15 bis etwa 20 Uhr

Am nächsten Samstag, dem 22. Oktober, beendet der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung die Sommersaison mit Feuer, Jazz und Kürbis. Um 10 Uhr beginnt der "Normalbetrieb" auf der Steganlage, um 15 Uhr das Feuerfest "Herbstzauber".

Neben kleinen Vorfeuern werden zum Auftakt die Musiker der Projektband "Go Five Zero" den Gästen einheizen mit Jazz, vornehmlich Duke Ellington, aber auch mit Stücken von Miles Davis und John Coltrane in Swing und Latin. Mit zwei Trompeten, einer Posaune, drei Saxophonen und Rhythmusgruppe spannt sich der Klang zwischen sanften Balladen und vollem Big Band Sound. Die Besetzung der Projektband - Altsax und Gesang: Randy Reer, Tenorsaxophon: Matthias Keidel, Baritonsaxophon: Christian Pullen, Trompeten: Ansgar Mues und Matthias Lange, Posaune: Heribert Besson, Piano: Thomas Könen, Bass: Stephan Hövel, Schlagzeug: Christian Wübben. "Go Five Zero" spielt insgesamt nur zwei Konzerte, von denen das zweite auf der Schiffsbrücke gegeben wird.

Die Auszubildenden der Bayer Gastronomie werden im Rahmen des Projekts "Talentschmiede" wieder für ein spezielles kulinarisches Angebot aus dem Food Truck sorgen. Es wird Kürbiscremesuppe, Süßkartoffelquiche mit Speck, Rote-Bete-Chips mit Mango-Ananas-Dip und als Nachtisch Aprikosenkompott mit Haselnusscrumble geben - natürlich auch Glühwein und Punsch. Mit Bier, aber auch - wie gewohnt - mit Kaffee und Kuchen verwöhnt der Förderverein die Gäste.

Alle Beteiligten gehen davon aus, dass der "Herbstzauber" mit einem goldenen Oktobertag Groß und Klein zur Schiffsbrücke locken und nicht ins Wasser fallen wird.

Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e.V.
Gabriele Pelzer, Geschäftsführerin




Zwischenbilanz des Fördervereins nach halbem Jahr in Eigenregie

Schiffsbrücke ist beliebter Ausflugsmagnet

Ehrenamtliche Helfer für Café und Kiosk gesucht

Die Schiffsbrücke wird von immer mehr Menschen besucht. Inzwischen ist sie kein Geheimtip mehr für die Ausflügler der näheren und weiteren Umgebung. Bei gutem Wetter bleiben an Deck kaum Plätze frei. Für einen erfolgreichen Betrieb der Kleingastronomie ist das auch notwendig. Denn jeder verkaufte Kaffee, jedes Stück Kuchen, jedes Bier trägt zum Erhalt des Denkmals bei.

Gut ein halbes Jahr bewirtschaftet der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung nun Café und Kiosk in Eigenregie und ist über den wachsenden Zuspruch sehr erfreut. Die neue arbeit Rhein-Wupper, ein Unternehmen der Diakonie Leverkusen, war mit dem Betrieb 2014 gestartet und hatte ihn Ende vergangenen Jahres an den Förderverein zurückgegeben. Die Erfahrungen haben gezeigt: Eine kostendeckende Bewirtschaftung der Schiffsbrücke während der Woche und bei extrem schlechtem Wetter ist nicht möglich. Seit Übernahme durch den Förderverein wurden die Öffnungszeiten den Möglichkeiten des ehrenamtlichen Gastro-Teams angepasst. Da die meisten der zurzeit 75 Mitglieder berufstätig sind, öffnet die Anlage samstags, sonn- und feiertags jeweils ab 10 Uhr sowie bei Veranstaltungen. An diesen Tagen ist das Team dann häufig zehn und mehr Stunden im Einsatz.

Beim ehrenamtlichen Gastro-Team handelt es sich um Menschen, die sich mit dem Denkmal eng verbunden fühlen und den Gästen neben Speis und Trank die Geschichte der Schiffsbrücke vermitteln, aber auch Geschichten von früher und aus der Zeit der Wiedererrichtung erzählen können. Das Engagement und die persönliche Ausstrahlung des Teams schätzen die Gäste ebenso wie den "kleinen Urlaub zwischendurch" auf der Steganlage. Sie genießen die Lage am Rhein, den Blick aufs Wasser und die Naturnähe - vor allem die Stimmung bei Sonnenuntergang. Der Aufenthalt in der alten Wuppermündung bietet zudem maritimes Flair. Bei entsprechendem Wasserstand schaukelt es ein wenig, wenn Containerschiffe vorbeifahren, etwas mehr, so dass einige Gäste schon Anzeichen von Seekrankheit gespürt haben wollen. ...

Egal ob auf oder im Schiff, draußen am Ufer vor oder unter der Weide - jeder Gast findet hier ein Plätzchen zum Wohlfühlen. Jung und Alt, Single, Familie, Radler, Jogger oder Hundebesitzerin treffen sich zum Entspannen oder zum Gespräch, denn die Atmosphäre lädt dazu ein. Bei manchem Einkehrer werden auch Kindheitserinnerungen wach.

Freiwillige Helfer für ehrenamtlichen Einsatz im Café und Kiosk gesucht

Der Förderverein freut sich, dass die Angebote auf der Schiffsbrücke so gut angenommen werden. Das bedeutet gleichzeitig, dass weitere freiwillige Helfer für Café und Kiosk dringend gesucht werden, um die Arbeitsstunden auf mehr Schultern zu verteilen. Wer also Lust und Feude daran hat, mit Menschen umzugehen, das Denkmal mit Leben zu füllen und gern Gäste bewirtet, ist im Team herzlich willkommen. Der- oder diejenige muss nicht Mitglied im Förderverein sein, sondern braucht lediglich Einsatzbereitschaft an einigen Stunden im Monat, eine kleine Schulung über die betrieblichen Erfordernisse und an den Gastrogeräten. Die Helfer lernen mit den begrenzten Arbeitsflächen und Lagermöglichkeiten auf den Schiffen umzugehen. Der Lohn für den stundenweisen ehrenamtlichen Einsatz sind interessante Begegnungen, neue Aufgaben, und es ist die Gewissheit, aktiv etwas zum Erhalt dieses außergewöhnlichen Denkmals getan zu haben.

Besonderheiten und Einschränkungen erfordern Verständnis

Bisher hat der Förderverein die vielen Herausforderungen der Steganlage - trotz Personalknappheit - gut gemeistert. Wenn die Pkws der Ehrenamtler also durch das Landschaftsschutzgebiet fahren, sind sie ausschließlich für die Schiffsbrücke unterwegs. Sie hoffen daher auf das Verständnis der Fußgänger und Radler für die Besonderheiten und Einschränkungen, die das Denkmal mit sich bringt, z.B. der hohe Aufwand in der Beschaffungslogistik (schwierige Transportbedingungen im Landschaftsschutzgebiet), anspruchsvolle und betreuungsintensive Schiffstechnik, hohe Betriebskosten durch eigene Stromerzeugung und aufwendige Beschaffung des Trinkwassers sowie Entsorgung von Abwasser und Abfall, durch ein umfangreiches Sicherheitssystem...

Und dann kommen noch Unwägbarkeiten eines so naturnahen Standortes hinzu. Zum Beispiel gab es alleine in den vergangenen sechs Monaten an mehr als zehn Wochen Rheinhochwasser. Das bedeutet geschlossene Tore und keine Einnahmen ab einem Wasserstand von 5,44 m Kölner Rheinpegel. Es bedeutet außerdem: Suche nach mehr Hilfe für das Freiräumen der Zuwege von Treibgut nach Rückgang der Hochwasser.

Die Öffnung der Anlage an sieben Tagen in der Woche kann von den Mitgliedern im Förderverein nicht geleistet werden. Sie würde nur mit persönlicher Betreuung funktionieren - zum einen wegen der Gefahr für das Denkmal durch Vandalismus, mit dem die ehrenamtlichen Kräfte schon mehrmals zu kämpfen hatten, zum anderen wegen Gefährdung von Passanten durch Unachtsamkeit, durch steile Rampen bei sehr niedrigem oder sehr hohem Wasserstand, gelegentlich auch durch Fahrradfahrer, die nicht vom Rad steigen, denn der schmale Steg ist nur für Fußgänger geeignet. Wenn etwas passiert, haftet der Förderverein. ...

Hinzu kämen Betriebskosten von mindestens zehn Euro pro Stunde, weil - trotz geschlossenem Gastrobetrieb - sehr oft die Nutzung der Toiletten und die Bewirtung nachgefragt werden. Nicht zu vergessen: Auch außerhalb der Öffnungszeiten erfordert das Betreiben der Steganlage viele Arbeitsstunden für das technische, finanzielle und verwaltungsmäßige Management.

All das hält die Ehrenamtler nicht davon ab, unermüdlich für die Schiffsbrücke da zu sein und für sie zu werben. Die Mitarbeiter im Team und im technischen Service sind hochmotiviert und arbeiten oft bis an ihre zeitliche und physische Belastungsgrenze. Warum? Weil es sich um ein ganz besonderes Denkmal handelt, das es so in Westeuropa kein zweites Mal gibt. Es zeugt von der Geschichte der Binnenschifffahrt, der Fischerei und von der Entwicklung der Verkehrswege entlang des Rheins.

Am Tag des offenen Denkmals (11. September) wird die Untere Denkmalbehörde in Vorträgen auf der Schiffsbrücke ausführlich darauf eingehen. Nur wegen seiner außergewöhnlichen Bedeutung wurde die Wiedererrichtung des Denkmals vom Bund und vom Land NRW gefördert, ebenso wie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der NRW-Stiftung, dem Landschaftsverband Rheinland, der Stadt Leverkusen, der Sparkasse, der Bayer AG und vielen, vielen Bürgern.

Obwohl die Mitglieder des Fördervereins keine Gastronomen sind, haben sie sich erfolgreich in die Besonderheiten und die gesetzlichen Bestimmungen dieses Gewerbes eingearbeitet - zur Freude und mit Anerkennung der meisten Gäste. In Zeiten knapper öffentlicher Mittel existieren Denkmäler und Museen heute häufig nur durch ehrenamtliches Engagement. Dabei müssen zwar Einschränkungen z.B. bei Öffnungszeiten in Kauf genommen werden - aber das kulturelle Erbe wird erhalten.

Mietangebot an Privatpersonen, Betriebe und Vereine

Der Förderverein arbeitet unter anderem am Ausbau des gastronomischen und kulturellen Angebots mit Aktionen und Veranstaltungen. Dazu benötigt er mehr professionelle Unterstützung. Er könnte sich - zusätzlich zur erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Bayer Gastronomie - weitere Kooperationen vorstellen. Potential zur Rücklagenbildung für die Instandhaltung der Schiffsbrücke sehen die Mitglieder des Fördervereins im häufigeren Vermieten der Räumlichkeiten während der Wochentage an Privatpersonen, Betriebe und Vereine. Wegen der hohen Fixkosten wird ein Mindestumsatz vorausgesetzt - für den ganzen Tag 300 Euro, für eine maximal halbtägige Reservierung 150 Euro. Auskunft zu weiteren Einzelheiten gibt Gabriele Pelzer unter der Telefonnummer 0173 / 2 65 07 69 bzw. per Mail: gabriele.pelzer@gmx.de

Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e.V.
Gabriele Pelzer, Geschäftsführerin
Telefon 02133 / 9 79 82 71 oder mobil 0173 / 2 65 07 69
gabriele.pelzer@gmx.de




Am 16. Juli ab 18 Uhr auf der Schiffsbrücke: Picheln auf Planken

Kulinarische Krimi-Lesung mit Regina Schleheck


Die Leverkusener Autorin Regina Schleheck, mehrfach schiffsbrückenlesungserprobt, kehrt zurück auf die schwankenden Planken. Sie liest am Samstag, 16. Juli 2016, ab 18 Uhr zu Pichelsteiner Eintopf - und was zum "Picheln" - aus aktuellen Publikationen, u.a.:

"Hell, schlank und blank" (aus "Eine Bierleiche zum Dessert", vivendi Verlag) - dazu Kölsch,

"Pichelsteiner Miss-Verständnis" (aus "BöfflaMord", Wellhöfer Verlag) - dazu Pichelsteiner Eintopf,

"Abführ-Mittel" (aus "Grünkohl, Mord und Pinkel", Wellhöfer Verlag) - dazu Sinbohntjesopp sowie

"Auf den Hund gekommen" (aus "Wer mordet schon in Köln?", Gmeiner Verlag).

Die Teilnahmegebühr beträgt 18 Euro pro Person einschließlich der "Beigaben".
Mindestteilnehmerzahl: 12.
Anmeldungen nimmt der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung telefonisch unter 0173 / 2 65 07 69 entgegen
oder per Mail unter gabriele.pelzer@gmx.de.

Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e.V.
Gabriele Pelzer, Geschäftsführerin
Telefon 02133 / 9 79 82 71 oder mobil 0173 / 2 65 07 69
gabriele.pelzer@gmx.de


Erlebnis Mittsommerfest
Ein Ausflug zur Schiffsbrücke an Wuppermündung

Von Bert-Christoph Gerhards

Es war gegen 21 Uhr am Samstagabend, als Bernhard Marewski, seines Zeichens Bürgermeister in Leverkusen und glühender Verehrer finnischer Lebensart, in knallbunter Samentracht und mit einer brennenden Fackel in der Hand, gemessenen Schrittes Richtung Rheinufer ging. Aus Lautsprechern dröhnten die pathetischen Orchesterklänge der "Finlandia" von Jean Sibelius.

Um die hundert entspannte Zuschauer, mit Bierflaschen oder Weingläsern in der Hand, verfolgten den Auftritt und sahen zu, wie Marewski mit der Routine eines Brandstifters den Holzberg auf der Landspitze der alten Wuppermündung in Flammen aufgehen ließ. Ein Mittsommerfest, wie es im Buche steht, ganz nach nordischer Tradition, aber mit rheinischer Verspätung, machte den Ausflug zur Schiffsbrücke an der Wuppermündung an diesem Tag wieder zu einem lohnenden Ausflugsziel.

Glückliche Vertagung

Nachdem schon ein Osterfeuer an dieser Stelle gelodert hatte, sollte nun zur Sommersonnenwende die Mittsommernacht Ende Juni begangenen werden. Doch rund um den längsten Tag des Jahres führte der Rhein nach heftigen Unwettern im Westen Deutschlands zu diesem Zeitpunkt Hochwasser. Die Wege am Rheinufer waren unpassierbar, das Land aufgeweicht, an ein Fest war nicht zu denken.

Wie viel Glück die Veranstalter mit der Verlegung um zwei Wochen auf den Sommerferienbeginn hatten, wurde ihnen erst bewusst, als es soweit war: Stabil sonniges Wetter, Temperaturen noch am Abend jenseits der 25 Grad, da wurde es den Besuchern nicht nur ums Herz warm. Auch Marewski und seine zünftige gewandeten Mitstreiter von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft Leverkusen kamen gut ins Schwitzen.

Nicht allein am großen Feuer, das Hexen und Geister vertreiben soll, oder dem Lasso-Werfen auf ein hölzernes Rentier. In ihrer Sami-Kota, dem traditionellen Rundzelt der Samen in Nordeuropa, war es dann doch zu heiß zum Pfannkuchenbacken.

Food-Truck musste frühzeitig schließen

Die Essensversorgung übernahmen bei diesem Fest erstmals Auszubildende der Bayer Gastronomie, die aus ihrem neuen Food Truck heraus Köttbullar, Ofenkartoffeln mit Lachs, Wraps und Zimtschnecken verkauften. Ihr Speisen-Angebot war so begehrt, dass der Imbiss weit vor der geplanten Zeit schließen musste - ausverkauft.

Alsbald vernichtet waren auch die Vorräte an original finnischem Dosenbier der Marke Lapin Kulta. Doch gut gekühltes Kölsch von der Flasche bot vollwertigen Ersatz.

Hoch erfreut war die strahlende Gastgeberin Gabriele Pelzer vom Förderverein Schiffsbrücke, die neben zahlreichen Stammgästen auch zahlreiche neue Besucher auf dem Steg über den Schiffen Einigkeit, Recht und Freiheit ausmachte.

Seit Eröffnung ihres wiederhergestellten Flussübergangs mit Einkehrmöglichkeit hat sich die Schiffsbrücke gut etabliert, als Ausflugsziel wie auch als Ort von Autorenlesungen oder Weinverkostungen. Pelzer hofft, noch Mitstreiter gewinnen zu können, "Dann wären auch weitere Öffnungszeiten möglich, über Wochenenden und Feiertage hinaus."

   KStA vom 11.07.2016




Sonnwendfest an und auf der Schiffsbrücke:

Mittsommer mit SamiKota und Juhannusfeuer

Förderverein und Deutsch-Finnische Gesellschaft laden ein
(Veranstaltung wegen Hochwassersituation verlegt auf Samstag, 9. Juli 2016, )

Diesmal soll es ein richtig großes Feuer werden, mit dem die Leverkusener Bevölkerung am 25. Juni 9. Juli 2016 abends am Rhein den Sommer begrüßt. Jedenfalls hoffen das die Aktiven des Fördervereins Schiffsbrücke Wuppermündung, der Deutsch-Finnischen Gesellschaft und die Auszubildenden der Bayer Gastronomie. Sie alle wünschen sich ein Ende des Rheinhochwassers, der heftigen Gewittergüsse und ein sturmfreies Fest.

Wenn denn Petrus ein Einsehen hat, beginnt die Veranstaltung um 18 Uhr mit Musik, Spielen, nordischen Speisen, Pfannkuchenbacken in der SamiKota, als Rundzelt eine traditionelle Unterkunft der Samen in Nordeuropa. Passend zum Mittsommerfest werden finnische Spiele angeboten - vom Stiefel- und Handywurf bis zum Lassowerfen auf ein hölzernes Rentier.

Im Rahmen der Talentschmiede sind die Auszubildenden der Bayer Gastronomie wieder mit von der Partie. Sie verwöhnen die Gäste mit Köttbullar-Portionen, Ofenkartoffeln mit Lachs, Wraps mit Pilzen und Zimtschnecken. Dabei kommt der neue Food Truck der Bayer Gastronomie nahe der Schiffsbrücke zum Einsatz. Das Entzünden von Johannisfeuern ist seit dem 12. Jahrhundert bekannt und seit dem 14. Jahrhundert belegt. Im Mittelalter führte man vor allem Tänze rund um die Johannisfeuer auf. Da das Geburtsfest des heiligen Johannes in die Zeit der Sommersonnenwende fällt (24. Juni), war es im Volksglauben mit vielen Bräuchen verbunden. Der Sprung über das Feuer sollte sowohl baldige Heirat als auch Schutz vor Hexen und Geistern versprechen.

Am Rheinufer nahe der Schiffsbrücke wird das Johannisfeuer gegen 21 Uhr entzündet. Damit alles ohne großen Funkenflug abgeht, unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Rheindorf die Feier mit einer Brandwache.

Neben dem regulären Getränkeangebot auf der Schiffsbrücke gibt es auch das finnische Kultbier Lapin Kulta, das "Gold" aus Lappland. Na denn: Kippis! Wohl bekomm's und willkommen beim Fest oder: "Tervetuloa", wie die Finnen sagen.

Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e.V.
Gabriele Pelzer, Geschäftsführerin
Telefon 02133 / 9 79 82 71 oder mobil 0173 / 2 65 07 69
gabriele.pelzer@gmx.de
Deutsch-Finnische Gesellschaft
Bernhard Marewski, Bürgermeister der Stadt Leverkusen
Telefon 0214 / 5 48 04 oder mobil 0171 / 31 044 91
bernhard.marewski@finland.de



Sonnwendfest an und auf der Schiffsbrücke:

Mittsommer mit SamiKota und Juhannusfeuer

Förderverein und Deutsch-Finnische Gesellschaft laden ein
(Der Termin wird abhängig von der Hochwassersituation auf den 9. Juli verschoben.)

Diesmal soll es ein richtig großes Feuer werden, mit dem die Leverkusener Bevölkerung am 25. Juni abends am Rhein den Sommer begrüßt. Jedenfalls hoffen das die Aktiven des Fördervereins Schiffsbrücke Wuppermündung, der Deutsch-Finnischen Gesellschaft und die Auszubildenden der Bayer Gastronomie. Sie alle wünschen sich ein Ende des Rheinhochwassers, der heftigen Gewittergüsse und ein sturmfreies Fest.

Wenn denn Petrus ein Einsehen hat, beginnt die Veranstaltung um 18 Uhr mit Musik, Spielen, nordischen Speisen, Pfannkuchenbacken in der SamiKota, als Rundzelt eine traditionelle Unterkunft der Samen in Nordeuropa. Passend zum Mittsommerfest werden finnische Spiele angeboten - vom Stiefel- und Handywurf bis zum Lassowerfen auf ein hölzernes Rentier.

Im Rahmen der Talentschmiede sind die Auszubildenden der Bayer Gastronomie wieder mit von der Partie. Sie verwöhnen die Gäste mit Köttbullar-Portionen, Ofenkartoffeln mit Lachs, Wraps mit Pilzen und Zimtschnecken. Dabei kommt der neue Food Truck der Bayer Gastronomie nahe der Schiffsbrücke zum Einsatz.

Das Entzünden von Johannisfeuern ist seit dem 12. Jahrhundert bekannt und seit dem 14. Jahrhundert belegt. Im Mittelalter führte man vor allem Tänze rund um die Johannisfeuer auf. Da das Geburtsfest des heiligen Johannes in die Zeit der Sommersonnenwende fällt (24. Juni), war es im Volksglauben mit vielen Bräuchen verbunden. Der Sprung über das Feuer sollte sowohl baldige Heirat als auch Schutz vor Hexen und Geistern versprechen.

Am Rheinufer nahe der Schiffsbrücke wird das Johannisfeuer gegen 21 Uhr entzündet. Damit alles ohne großen Funkenflug abgeht, unterstützt die Freiwillige Feuerwehr Rheindorf die Feier mit einer Brandwache.


Am Donnerstag, 28. April, auf der Schiffsbrücke:

Geschichten hinter der Liebe

Für die Autorin Gigi Louisoder wird es eine Premiere sein, wenn sie am Donnerstag, 28. April 2016, um 19 Uhr auf der Schiffsbrücke aus ihren Kurzgeschichten vorliest. Sie erzählt in ihren Texten von großen Gefühlen, tragischen Situationen, kaltblütigen Taten, einsamen Entscheidungen und tröstlichn Begegnungen. Alle, die kurze Kabinettstückchen lieben, werden an diesem Abend auf ihre Kosten kommen. Gigi Louisoders Geschichten sind mal sarkastisch oder böse, mal ironisch oder gefühlvoll, mal nachdenklich oder witzig - jedoch immer spannend und unterhaltsam. Kurz und knapp, aber präzise und sehr anschaulich erzählt die Autorin über die Schattenseiten menschlicher Beziehungen.

Gigi Louisoder wurde in Tegernsee geboren, ist aufgewachsen in München und machte ihr Abitur im Internat Schule Schloss Salem. Es folgte eine Ausbildung zur Redakteurin bei Münchener Zeitungen. 1985 erhielt sie den Bayerischen Filmförderungspreis für das Drehbuch "Volltreffer". Sie arbeitete u.a. als Pressesprecherin eines Berliner Bauunternehmens. Sie lebte mehrere Jahre in Spanien, hat zwei erwachsene Söhne und wohnt heute als freie Autorin mit Hund in Bad Honnef. 2013 erschien ihr erstes Taschenbuch "Gigis Krimis", 2015 "Gigigs Krimis und Schattenseiten", im vergangenen Dezember das dritte Buch "Geschichten hinter der Liebe".

Die Teilnahmegebühr beträgt acht Euro pro Person.
Der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung bittet um Anmeldung unter
01 73 / 2 65 07 69 oder per Mail an: gabriele.pelzer@gmx.de




Aktuelle Veranstaltungen auf der Schiffsbrücke

Am Samstag, 16. April, 18 Uhr:
Einigkeit, Recht und Freiheit
Die Geschichte der Schiffsbrücke


Alle, denen an der Schiffsbrücke in der alten Wuppermündung gelegen ist und die mehr über dieses Denkmal erfahren möchten, sind herzlich zu einem Vortrag von und mit Gabriele Pelzer eingeladen: am Samstag, 16. April, ab 18 Uhr in der Tjalk "Freiheit", Liegeplatz der Schiffsbrücke in Leverkusen-Rheindorf. Keine Teilnahmegebühr, aber eine Anmeldung ist trotzdem erforderlich - per Mail an gabriele.pelzer@gmx.de oder per Telefon: 01 73 / 2 65 07 69.


Am Donnerstag, 21. April, 19 Uhr
Griseldis erzählt über "Beltane"
Ein Fest der Liebe aus längst vergangenen Tagen


Über die Liebe erzählen, die Liebe feiern, das konnten die Menschen in uralten Zeiten mit Lust und Leidenschaft. Deshalb wird Griseldis im Frühling die alten Geschichten über die Liebe vortragen - mal romantisch, mal frivol, mal spöttisch und natürlich auch voller Sehnsucht und Wahrhaftigkeit. Liebe ist das zentrale Thema der Menschheit. Sie lässt uns leiden, aber gleichzeitig macht sie das Leben wunderbar und lebenswert. Griseldis erzählt mit Leib und Seele, sie verzaubert ihre Zuhörer und zieht sie in den Bann einer anderen Welt.

Genießen, staunen, lächeln und erfüllt nach Hause gehen, das bleibt auch Tage später noch. Griseldis - Maggy Ziegler - erzählt auf der Schiffsbrücke in der alten Wuppermündung in Leverkusen-Rheindorf, am Donnerstag, 21. April 2016, ab 19 Uhr. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Infos zur Anreise erhalten Sie unter www.schiffsbruecke.com. Platzreservierung bei Frau Pelzer unter 01 73 / 2 65 07 69 oder per Mail: gabriele.pelzer@gmx.de. Die Teilnahmegebühr beträgt acht Euro pro Person (Anmeldung erforderlich). Mehr im Internet unter: www.griseldis-erzaehlt.de

Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e.V.
Gabriele Pelzer, Geschäftsführerin
Telefon 02133 / 9 79 82 71 oder mobil 0173 / 2 65 07 69





Die Veranstaltung wird auf den Sommer verlegt
Am Donnerstag, 14. April, auf der Schiffsbrücke:

Die große Welt in kleinen Bildern

Fast so spannend wie eine Krimilesung präsentieren Erich Creutz und Willi Goffart ihren Vortrag "Die große Welt in kleinen Bildern" am Donnerstag, 14. April 2016, um 18 Uhr auf der Schiffsbrücke. Beide befassen sich mit der Geschichte der Sammelbilder - von frühen Werbebeilagen in Haferflocken und Kakao bis hin zu heutigen Aktionen zur Welt von StarWars & Co.

Für das späte 19. und beginnende 20. Jahrhundert sind die in vielen Ländern vertriebenen Reklamesammelbilder aus der Alltagskultur nicht wegzudenken. Die damals aufstrebende Werbebranche nutzte vor allem koloniale und exotische Motive als Blickfang, um Kauflust zu entfachen, Kunden zu binden und zugleich nationalen Stolz zu erzeugen. Das millionenfach unter die Menschen gebrachte Bildgut im Kleinformat reproduzierte so ziemlich alle Stereotype des Fremden und Speziellen, die im Umlauf waren.

Die Teilnahmegebühr beträgt acht Euro pro Person.
Anmeldung unter 0173 / 2 65 07 69 oder per Mail erbeten an: gabriele.pelzer@gmx.de




SCHIFFSBRÜCKE

Osterfeuer(chen) an der Schiffsbrücke

Leverkusen. In Scharen pilgerten die Menschen am Karsamstag zum sanierten Denkmal im Landschaftsschutzgebiet. In der alten Wuppermündung an Rheinkilometer 702,5 herrschte Festtagsstimmung, als der Förderverein "Schiffsbrücke Wuppermündung" das erste Osterfeuer entzündete.
Von Gabi Knops-Feiler

Na ja, "Feuerchen" wäre wohl die treffendere Bezeichnung gewesen. Einige Gäste monierten denn auch, es sei "klein" und "mickrig". So mancher blickte gar neidisch auf das gegenüberliegende Rheinufer, wo in Höhe von Köln-Rheinkassel ein wirklich großes, weithin sichtbares Osterfeuer brannte. "Klar - die Kölner kriegen das hin", sagte einer der Besucher, "die stemmen ja auch den Rosenmontagszug..."

Die Party am Karsamstag hatte schon Stunden vor Einbruch der Dunkelheit begonnen. Am Nachmittag lauschten Erwachsene den Klängen der Jazzband "Five Alive" während Kinder viel Spaß hatten, Stockbrot mit Pfadfindern zu backen.

Mit dem Osterfeuer am Rheinufer wollte der Förderverein eine Jahrhundert alte Tradition wieder aufleben lassen. Und egal, ob groß oder klein: Hauptsache den Winter vertreiben und den Frühling begrüßen, meinten viele Gäste. Franz-Josef Olbertz, Schatzmeister des Fördervereins, war als Flammenwächter im Einsatz. Er hatte das Feuer frühzeitig angezündet und ließ es in den nächsten Stunden nicht mehr erlöschen. Immer wieder legte er gekaufte Holzscheite aus einem ein Kubikmeter großen Stapel nach. "Angeschwemmtes Treibgut wäre zu nass und würde nicht brennen", sagte Olbertz dazu und erklärte, warum das Osterfeuer nicht so groß war, wie von vielen erwartet. "Der Wind ist zu stark, da hätten wir zu viel Funkenflug gehabt."

Diese Größe sei außerdem so mit der Freiwilligen Feuerwehr Rheindorf abgesprochen, ergänzte er. Zehn Männer um Löschzugführer Andreas Jansen hielten Brandwache, um, so betonte Jansen, "das Vereinsleben am Ort aktiv zu unterstützen".

Obwohl es kurz nach 19 Uhr fast nichts mehr zu trinken und zu essen gab, wurde es immer noch gemütlicher, als die Leute Bänke ans Lagerfeuer holten, sich darauf setzten und fasziniert in die knisternden Flammen schauten. Bis dahin hatten Besucher rund 150 Portionen Erbsensuppe verzehrt, rund 50 Gläser Punsch und 100 Gläser Glühwein sowie 100 Flaschen Bier getrunken.

"Ausverkauft" meldeten die Veranstalter, die bei ihrer Premiere tatkräftige Unterstützung erhielten von fünf Auszubildenden der so genannten "Talentschmiede" der Bayer-Gastronomie, die normalerweise in der "Kulisse" des Erholungshauses bei Küchenchef Dirk Rummler lernen. Im Rahmen ihrer Ausbildung hatten sie ihren "Heimathafen" verlassen, um beim Osterfeuer Speisen und Getränke zu servieren. Am Ende des Tages strahlte Fördervereins-Geschäftsführerin Gabriele Pelzer glücklich.

Die nächsten Feste sind am 25. Juni das "Mitsommerfest" mit der Deutsch-Finnischen-Gesellschaft und am 22. Oktober "Herbstzauber".




SCHIFFSBRÜCKE

Osterfeuer auf der Landzunge an der alten Wuppermündung

Von Britta Berg und Miriam Betancourt

Leverkusen - Wer am Samstag den langen Spaziergang zur Wupperschiffsbrücke gewagt hat, wurde mit einem zwar kleinen, aber feinen Osterfeuer belohnt. Es loderte auf der Landzunge an der alten Wuppermündung direkt neben der Schiffsbrücke. Zum ersten Mal hatte der Förderverein zu diesem Ereignis eingeladen. Eine weitere Premiere war die Zusammenarbeit des Fördervereins mit der Bayer-Gastronomie. Im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms "Talentschmiede" sorgten sie für Erbsensuppe mit und ohne Wursteinlage, Punsch und Glühwein. Für die Kleinen gab es Stockbrot, das über zwei Feuerschalen knusprig gebacken wurden. Gabriele Pelzer vom Förderverein ist glücklich über die Kooperation: "Wir als kleiner Verein können so große Feste gar nicht alleine stemmen."

Dennoch ist das Osterfeuer kleiner ausgefallen, als zunächst vorgesehen war. Schuld war der Wind und das Hochwasser der vergangenen Tage. "Überall lag viel Treibholz herum. Das waren bestimmt zwei Lastwagenladungen voll. Wir haben aber überhaupt nicht das schwere Gerät, um die Holzstämme zu entfernen", erinnert sich Pelzer. Die Feuerwehr habe ihre Fahrzeug zwar so hingestellt, dass die Flammen vor dem Wind geschützt waren, dennoch war dem Verein das Risiko zu groß, dass Flammen auf das umliegende Holz übertreten könnte. So blieb das Feuer ein paar Nummern kleiner.

Feier bis spät in den Abend

Der Stimmung taten diese Widrigkeiten keinen Abbruch. Bis weit in den Abend hinein erfreuten sich die Besucher an den besonderen Eindrücken, den vorbeituckernden Schiffen und dem Blick auf die Rheinbrücke die langsam in der Dämmerung versank. Wie viele Menschen gekommen waren, konnte Pelzer nicht genau sagen. "Es waren zwischen 500 und 1000 Menschen. Viele sind nur durchgegangen, viele sind aber geblieben."

Fest steht, dass der Verein zwei weitere Veranstaltungen mit der Bayer Gastronomie plant: Die Mittsommerwende im Juni und ein Herbstzauber im Oktober.





Den Winter vertreiben, den Frühling begrüßen:

Osterfeuer am Rhein
Karsamstag nahe der Schiffsbrücke um etwa 18.30 Uhr

Der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung möchte eine jahrhunderte alte Tradition am Rheinufer aufleben lassen: Am kommenden Samstag, dem 26. März 2016, wird er bei Sonnenuntergang - gegen 18.30 Uhr - ein Osterfeuer anzünden, damit gleichzeitig den Winter vertreiben und den Frühling begrüßen. Das Feuer symbolisiert die Sonne, die den Sieg über den Winter davonträgt, und begleitet das Erwachen der Natur nach der langen dunklen Zeit. Im Christentum steht das Osterfeuer symbolhaft für das Lichtwerden durch die Auferstehung Christi.

Mit Auszubildenden der Bayer Gastronomie im Rahmen des Projekts "Talentschmiede" (mehr zu diesem Projekt siehe Link*) startet die Veranstaltung gegen 15 Uhr mit Erbsensuppe aus dem Kessel, Punsch und Glühwein auf der Schiffsbrücke. Natürlich gibt es auch das reguläre Angebot. Die Ehrenamtler des Fördervereins freuen sich auf die neue Kooperation mit den jungen Profis aus dem Restaurant "Kulisse" und sind auf die Premiere gespannt. Außerdem - so Geschäftsführerin Gabriele Pelzer - wird mit solchen Aktionen das Denkmal inmitten des Landschaftsschutzgebietes bekannter und weckt sogar bei Menschen Interesse, die bisher noch nicht dort waren.

Für Schwung wird wieder die Jazzband "Five Alive" sorgen - mit Stefan Neumann (Gitarre), Stephan Hövel (Bass), Werner Engels (Klavier), Christian Wübben (Schlagzeug) und Christian Pullen (Saxophon).

Das Abbrennen und Löschen des Osterfeuers geschieht unter Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr Rheindorf.

*https://www.bayer-gastronomie.de/home/unternehmen/ausbildung/talentschmiede,0.html