Das Projekt  /  Finanzierung   (Stand 2011)

Durch eine Reihe von Maßnahmen hat der 1995 gegründete Förderverein zunächst für den Erhalt des Denkmals gesorgt. Dabei halfen in nachbarschaftlicher Weise viele Bürger, Organisationen und Firmen, so unter anderem das damalige Bayer-Werksleiterbüro, das Tiefbauunternehmen Schwind, THW, Feuerwehr und DLRG. Leider reichten diese Zuwendungen nicht aus, um die erforderlichen handwerklichen Arbeiten auf der Werft zu finanzieren. Hierbei ging es um viel Geld.

Mit zahlreichen Aktionen ist es dem Förderverein gelungen, einen beachtlichen Teil der Finanzierung für den Transport und die Grundsanierung der drei Schiffe zu sichern. Für diesen ersten Bauabschnitt sind - ohne Innenausbau und Ausrüstung - etwa 340.000 Euro aufgewendet worden. Die Mittel kamen u.a. vom Land NRW, von der NRW-Stiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Knapp 100.000 Euro konnte der Förderverein beisteuern.

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Von Dezember 1997 bis Ende August 2003 befanden sich die drei Schiffe auf einer holländischen Werft in Lemmer. Das am meisten beschädigte Schiff, der Aalschokker "Recht", wurde dort als erstes denkmalgerecht restauriert. Dann wurden die Arbeiten am zweiten Schiff, der Tjalk "Freiheit", erfolgreich beendet. Zuletzt war der Klipper "Einigkeit" an der Reihe. Dessen Sanierung wurde teurer als erwartet. Der erforderliche Aufbau musste auf später verschoben werden.

Anfang September 2003 kehrten die Schiffe nach Deutschland zurück - "Einigkeit" und "Recht" auf das Gelände der Neuen Ruhrorter Schiffswerft (nach Zwischenstation im Duisburger Binnenhafen), die "Freiheit" in die Bahnhalle des Opladener Ausbesserungswerks. Dort erhielt die Tjalk im Rahmen eines ABM-Projekts einen Teil ihres Innenausbaus und zog im August 2004 in den Chempark Leverkusen um.

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Nach detaillierten Kostenvoranschlägen für die weiteren Arbeiten an der Schiffsbrücke, zu der ja neben den historischen Schiffen auch der etwa 40 m lange Steg, ein Ponton für die Ver- und Entsorgung sowie zwei stabile Dalben gehören sollten, stand fest: Dieser zweite Bauabschnitt würde ungefähr eine Million Euro kosten. Der Förderverein sah sich vor eine seiner größten Herausforderungen gestellt. Wie sollte er dieses Geld aufbringen?

Ein Glücksfall kam zum rechten Zeitpunkt: Die Regionale 2010, ein Strukturprogramm für Regionen in Nordrhein-Westfalen, begann mit ihrer Arbeit. Der Förderverein bewarb sich mit dem Projekt Schiffsbrücke um Aufnahme in dieses Programm und in das Landesprojekt "Initiative ergreifen - Bürger machen Stadt". Das Vorhaben, die Schiffsbrücke wieder zu errichten, erreichte 2007 den Förderstatus A der Regionale 2010 und wurde eines der Projekte von "Initiative ergreifen". Die erforderlichen Mittel wurden bewilligt - immer unter der Voraussetzung, dass der Förderverein 20% der Kosten selbst trägt bzw. in Form von "Muskelhypothek" einbringt.

Bewilligungen für Zuwendungen erhielt der Förderverein über die Bezirksregierung Köln von Bund und Land (insgesamt mehr als eine Million Euro), von der Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege (bis zu 130.000 Euro) und vom Landschaftsverband Rheinland (85.500 Euro). Auch die Sparkasse Leverkusen und die Firma Bayer leisteten erhebliche finanzielle Beiträge, außerdem weitere Institutionen und viele private Spender.

Die Vereinsmitglieder haben in den vergangenen 16 Jahren tausende Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet. Mit dem Wert dieser Muskelhypothek und weiteren Finanzmitteln werden sie ihren Eigenanteil in Höhe von 20% bis zur geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2013 (Verzögerung bis 2014) aufbringen müssen. Und das sind für diesen zweiten Bauabschnitt weit mehr als 260.000 Euro. Ein Großteil davon ist bereits geschafft. Spenden sind jedoch nach wie vor sehr willkommen. Die Kontonummer finden Sie im Impressum.

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Geplant ist, die Schiffsbrücke zu einer Naherholungsanlage mit Kleingastronomie für Wanderer zu Fuß, mit Fahrrad oder Boot auszubauen. Die Steganlage bzw. die Gastronomie soll von der gemeinnützigen Schiffsbrücke GmbH betrieben werden. Ein von Fachleuten ausgearbeitetes Betriebskonzept soll mittelfristig den Bestand der Naherholungsanlage sichern und wirtschaftlich auf eine gesunde Basis stellen.


Wuppermündung
Neue und alte Wuppermündung vor dem Bau der Autobahn A 59